Infineon Aktie: Vor Plan!
Der Chipriese aus Neubiberg drückt aufs Tempo. Vorstandschef Jochen Hanebeck verkündete gestern auf der Hauptversammlung in München eine Überraschung: Die neue Dresdner Fabrik öffnet bereits am 2. Juli ihre Tore – deutlich früher als ursprünglich geplant. „Das Team macht Tempo. Der Bau liegt vor Plan", so Hanebeck. Kein Wunder, dass die Aktie mit knapp 46 Euro nahe ihres 25-Jahres-Hochs notiert.
Mit der vorgezogenen Eröffnung reagiert Infineon auf die explodierende Nachfrage nach KI-Chips. Der Produktionshochlauf soll „nach Bedarf flexibel" erfolgen – eine klare Ansage in Richtung Hyperscaler und Rechenzentren, die händeringend nach effizienter Stromversorgung für ihre KI-Infrastruktur suchen.
Fünf Milliarden für die Zukunft
Die „Smart Power Fab" verschlingt rund fünf Milliarden Euro – die größte Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte. Eine Milliarde davon stammt aus Fördertöpfen. Dafür entstehen 1.000 neue Arbeitsplätze in der sächsischen Hauptstadt. Zur Eröffnung werden hochrangige politische Gäste erwartet, möglicherweise auf ähnlichem Niveau wie beim Spatenstich im Mai 2023, als Bundeskanzler Olaf Scholz und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen persönlich anrückten.
Die neue Fabrik soll Halbleiter für erneuerbare Energien, Rechenzentren und Elektromobilität produzieren. Besonders im Fokus: Leistungshalbleiter für die KI-Revolution. Bis zum Geschäftsjahr 2027 peilt Infineon allein im KI-Segment Umsätze von 2,5 Milliarden Euro an.
KI-Wette mit erhöhtem Einsatz
Um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen, stockt Hanebeck das Investitionsbudget für das laufende Geschäftsjahr kräftig auf: von ursprünglich 2,2 Milliarden auf nun 2,7 Milliarden Euro. Der Fokus liegt klar auf dem beschleunigten Hochlauf der Dresdner Fertigung. „Die sehr dynamische Nachfrage bei KI in einem ansonsten verhaltenen Marktumfeld gibt Infineon kräftigen Rückenwind", erklärte der Vorstandschef den Aktionären.
Die Rechnung scheint aufzugehen. Seit Jahresbeginn legte die Aktie um etwa 20 Prozent zu und durchbrach ihre monatelange Seitwärtsrange. Mit einem Börsenwert von rund 60 Milliarden Euro gehört Infineon zu den wertvollsten deutschen Technologiekonzernen. Gestern bestätigte die Hauptversammlung zudem die Dividende von 0,35 Euro je Aktie mit 99,97 Prozent Zustimmung.
Heute handelt das Papier ex Dividende bei 45,53 Euro im vorbörslichen Tradegate-Handel – bereinigt um den Dividendenabschlag faktisch ein leichtes Plus. Die Ausschüttung von insgesamt 456,22 Millionen Euro fließt am kommenden Dienstag auf die Konten der Aktionäre.
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