Infineon setzt auf Kontinuität: Auf der Hauptversammlung am Mittwoch in München beschlossen die Aktionäre nicht nur eine stabile Dividende, sondern der Aufsichtsrat kündigte auch die vorzeitige Vertragsverlängerung für CEO Jochen Hanebeck und CFO Sven Schneider an. Beide sollen den Halbleiterkonzern bis mindestens 2032 führen – ein klares Signal in bewegten Zeiten.

Dividende und Vergütung im Fokus

Die Ausschüttung bleibt unverändert bei 0,35 Euro je Aktie. Gestern war Ex-Dividenden-Tag, die Auszahlung erfolgt am Montag. Vorstand und Aufsichtsrat wurden mit großer Mehrheit entlastet. Zusätzlich passte die Hauptversammlung die Vergütungssysteme für beide Gremien an – mit dem Ziel einer leistungsorientierten Struktur bei gleichzeitig stärkerer Governance.

Vertragsverlängerung bis 2032

Die eigentliche Nachricht kam parallel zur Hauptversammlung: Infineon will die Verträge von Hanebeck und Schneider vorzeitig verlängern, obwohl diese erst im Frühjahr 2027 auslaufen würden. Der neue Vertrag des CEO soll bis Ende März 2032 laufen, jener des CFO bis Ende April 2032. Die formale Beschlussfassung durch den Aufsichtsrat ist für Mai geplant.

Aufsichtsratschef Herbert Diess begründete den Schritt mit dem Wunsch nach langfristiger Planungssicherheit. Er verwies auf die erfolgreiche strategische Ausrichtung des Unternehmens durch Investitionen in Technologie und Wettbewerbsfähigkeit.

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KI-Offensive treibt Investitionen

Die Entscheidung fällt in eine Phase massiver Investitionen. Anfang Februar hatte Infineon das geplante Investitionsvolumen für das laufende Geschäftsjahr von 2,2 auf 2,7 Milliarden Euro angehoben. Ein Großteil fließt in den beschleunigten Hochlauf der neuen Smart Power Fab in Dresden, die im Sommer eröffnen soll.

Treiber ist das KI-Geschäft: Für das aktuelle Geschäftsjahr erwartet Infineon KI-Umsätze von rund 1,5 Milliarden Euro, im Folgejahr sollen es bereits 2,5 Milliarden Euro werden. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte der Konzern einen Umsatz von 3,66 Milliarden Euro bei einer Segmentergebnismarge von 17,9 Prozent.

Parallel stärkt Infineon sein Portfolio: Die Übernahme des Sensorgeschäfts von ams OSRAM für 570 Millionen Euro soll zusätzlich 230 Millionen Euro Umsatz bringen. Zur Finanzierung dieser und weiterer Akquisitionen platzierte der Konzern Mitte Februar Anleihen über zwei Milliarden Euro, die mehrfach überzeichnet waren.

Für das zweite Quartal rechnet Infineon mit einem Umsatz von rund 3,8 Milliarden Euro. Die Segmentergebnismarge soll im mittleren bis oberen Zehnerbereich liegen.

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