Bayer Aktie: Klage gegen J&J
Ein juristischer Konflikt im Pharmasektor sorgt für Aufsehen: Bayer hat am Montag eine Klage wegen irreführender Werbung gegen Johnson & Johnson (J&J) sowie deren Tochter Janssen Biotech eingereicht. Vor dem Bezirksgericht in Manhattan wehrt sich der Leverkusener Konzern gegen eine Marketingkampagne für das Prostatakrebs-Medikament Erleada, die direkt auf Bayers Konkurrenzprodukt Nubeqa abzielt.
Fragwürdige Werbeaussagen im Visier
Kern des Streits ist eine im Februar gestartete Werbeoffensive von Johnson & Johnson. Darin behauptet das US-Unternehmen, eine rückblickende Analyse habe für Erleada eine Reduzierung des Sterberisikos um 51 % im Vergleich zu Nubeqa ergeben. Bayer weist diese Darstellung als wissenschaftlich fehlerhaft zurück.
Reichen retrospektive Beobachtungsstudien aus, um solche weitreichenden Überlegenheitsansprüche gegenüber der Konkurrenz zu rechtfertigen? Bayer argumentiert, dass Johnson & Johnson die regulatorischen Standards für klinische Vergleichsstudien ignoriere. Die beanstandete Analyse verglich die Daten von 1.460 Erleada-Patienten mit lediglich 287 Nubeqa-Anwendern. Zudem betont die Klageschrift eine Verzerrung der Daten: Nubeqa wurde im untersuchten Zeitraum überwiegend außerhalb der offiziellen Zulassung eingesetzt, was einen direkten Vergleich unzulässig mache.
Milliardenmarkt im Fokus
Der Rechtsstreit unterstreicht den harten Wettbewerb in einem hochprofitablen Onkologie-Segment. Beide Medikamente werden zur Behandlung von metastasiertem, hormonsensitivem Prostatakrebs eingesetzt. Für Bayer ist Nubeqa ein zentraler Wachstumsmotor der Pharmasparte und erzielte in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 einen weltweiten Umsatz von rund 1,63 Milliarden Euro. J&J führt den Markt mit Erleada jedoch weiterhin an; das Medikament generierte im Gesamtjahr 2025 einen Umsatz von 3,57 Milliarden US-Dollar.
Bayer strebt nun eine dauerhafte gerichtliche Verfügung an, um die Werbekampagne zu stoppen. Zusätzlich fordert das Unternehmen eine gerichtlich angeordnete Richtigstellung sowie finanziellen Schadensersatz. Dieser soll unter anderem die Erstattung unrechtmäßig erzielter Gewinne und die Übernahme der Anwaltskosten umfassen. J&J verteidigte die Methodik der Analyse unterdessen als konform mit den regulatorischen Rahmenbedingungen für Real-World-Daten.
Das Verfahren vor dem U.S. District Court for the Southern District of New York wird darüber entscheiden, ob die von J&J genutzten Praxisdaten für aggressive Werbeaussagen zulässig sind oder ob Bayer eine finanzielle Entschädigung für den möglichen Marktanteilsverlust erhält.
Bayer PK-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Bayer PK-Analyse vom 25. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Bayer PK-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Bayer PK-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Bayer PK: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








