Alphabet Aktie: Profitabler Fortschritt!
Alphabet zieht diese Woche gleich an zwei Hebeln: Waymo weitet seinen Robotaxi-Dienst in den USA aus, während Google neue Stromverträge für zusätzliche Rechenzentren abschließt. Dahinter steckt ein klarer Plan: mehr Kapazität für KI und Cloud – und parallel der Versuch, autonome Mobilität schneller in die Breite zu bringen. Doch wie teuer wird dieses Wachstum wirklich?
Waymo geht in vier Städten gleichzeitig live
Waymo hat am Dienstag seinen vollständig autonomen Ride-Hailing-Service für ausgewählte Nutzer in gleich vier neuen Städten geöffnet: Dallas, Houston, San Antonio und Orlando. Es ist das erste Mal, dass Waymo mehrere Märkte zeitgleich startet. Damit steigt die Zahl der kommerziell bedienten Metropolregionen auf insgesamt zehn.
Das Tempo ist bemerkenswert: Laut Co-CEO Tekedra Mawakana will Waymo bis Jahresende auf mehr als eine Million Fahrten pro Woche kommen. Aktuell liegen die bezahlten Fahrten bei über 400.000 pro Woche – verteilt auf sechs bestehende Märkte, darunter Phoenix, die San-Francisco-Bay-Area und Los Angeles.
Im Wettbewerb um autonomes Ride-Hailing baut Waymo damit seinen Vorsprung in Nordamerika weiter aus – vor Rivalen wie Tesla, Amazons Zoox sowie den Start-ups Waabi und Nuro. Rückenwind kommt auch von der Finanzierung: Waymo sammelte zuletzt laut CNBC 16 Milliarden US-Dollar ein, bei einer Bewertung von 126 Milliarden US-Dollar, Alphabet bleibt dabei Mehrheitsinvestor.
Strom für KI: Großverträge in Minnesota und Texas
Parallel dazu sichert sich Google zusätzliche Energie für den Ausbau seiner KI- und Cloud-Infrastruktur. Laut Reuters schloss Google separate Stromliefervereinbarungen mit AES Corp und Xcel Energy ab.
In Minnesota soll Xcel Energy ein neues Google-Rechenzentrum in Pine Island versorgen und dafür 1.900 Megawatt neue „saubere“ Energie ins Netz bringen. Geplant sind 1.400 MW Wind, 200 MW Solar und 300 MW Langzeitspeicher. Besonders sticht ein 30-GWh-Eisen-Luft-Batteriesystem von Form Energy heraus, das als größtes bisher angekündigtes Batterieprojekt nach GWh-Kapazität beschrieben wird. Zusätzlich investiert Google 50 Millionen US-Dollar in Xcels Batteriespeicher-Netzwerk in Minnesota. Laut Xcel übernimmt Google die Kosten für den neuen Service, sodass für Bestandskunden keine Mehrkosten entstehen sollen.
In Texas vereinbarte AES mit Google einen 20-Jahres-Vertrag zur Versorgung eines neuen Rechenzentrums in Wilbarger County – inklusive Energieerzeugung in direkter Nähe. Laut CRN hat Google damit inzwischen mehr als 7.800 MW an net-new Erzeugung und Kapazität für das texanische Stromnetz kontrahiert. Die Verträge passen zu Googles Plan, bis 2027 rund 40 Milliarden US-Dollar in Texas in Cloud- und KI-Infrastruktur zu investieren.
Analysten-Upgrade: Fokus auf Rechenleistung
Einen Tag vor den operativen Meldungen kam auch Rückenwind von der Analystenseite: Wells Fargo stufte Alphabet am 23. Februar von „Equal-Weight“ auf „Overweight“ hoch und erhöhte das Kursziel auf 387 US-Dollar (zuvor 354 US-Dollar). Analyst Ken Gawrelski begründete das mit drei Merkmalen eines „KI-Gewinners“: Kundendaten, Distribution und Rechenkapazität.
Wells Fargo erwartet, dass Googles Compute-Kapazität bis 2028 auf 35 Gigawatt wächst – nach 15 Gigawatt zum Jahresende 2025. Für 2026 hob die Bank zudem ihre Schätzung für das Wachstum der Google-Cloud-Umsätze auf 60% im Jahresvergleich an (11% über dem Konsens). Außerdem soll das Gemini-Abo-Geschäft laut Wells Fargo bis auf 12 Milliarden US-Dollar wiederkehrenden Jahresumsatz steigen, nach 4 Milliarden US-Dollar beim Übergang aus 2025.
Aus Marktsicht ist die Logik klar: Mehr Rechenzentren bedeuten mehr KI-Leistung – aber eben auch mehr Strombedarf und hohe Investitionen, die erst über steigende Umsätze verdient werden müssen.
Zum Kursbild: In den letzten 30 Tagen liegt die Aktie mit -5,80% im Minus, trotz eines starken 12-Monats-Plus von 58,28%.
Der nächste harte Prüfstein sind die nächsten Quartalszahlen Ende April 2026: Dann dürfte sich zeigen, ob die hohen Investitionspläne und der schnelle Ausbau bei Rechenleistung und Waymo auch sichtbar in Wachstum und Profitabilität übersetzen.
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