Dsm Firmenich bereinigt seine Kapitalstruktur und treibt die Neuausrichtung zum spezialisierten Konsumgüter-Konzern voran. Mit der Annullierung von über 12 Millionen Aktien und dem Verkauf der Tierernährungssparte setzt das Management klare Prioritäten für die Zukunft. Doch kann dieser Umbau den Kursverfall der Aktie stoppen, die zuletzt gefährlich nah an ihr Jahrestief gerückt ist?

Kapitalpflege und Gewinnverdichtung

Mit der offiziellen Vernichtung von rund 12,05 Millionen Anteilscheinen hat der Konzern ein umfangreiches Rückkaufprogramm im Volumen von 1,08 Milliarden Euro formal abgeschlossen. Durch diesen Schritt sinkt die Anzahl der ausgegebenen Aktien um etwa 4,5 Prozent auf nunmehr rund 253,6 Millionen Stück. Für Anleger bedeutet diese Verknappung eine Verdichtung des Gewinns pro Aktie, da sich künftige Überschüsse auf weniger Anteile verteilen.

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Trotz dieser Maßnahme notierte der Titel zuletzt bei 60,16 Euro und damit nur hauchdünn über dem 52-Wochen-Tief von 59,58 Euro. Das Management reagiert auf die schwache Performance – das Minus seit Jahresbeginn beläuft sich auf fast 13 Prozent – mit weiteren Schritten zur Stützung des Kurses. Bereits im laufenden ersten Quartal 2026 soll ein neues Aktienrückkaufprogramm im Wert von 500 Millionen Euro starten.

Fokus auf das Kerngeschäft

Flankiert wird die Kapitalpflege durch einen tiefgreifenden operativen Wandel. Dsm Firmenich hat sich von seinem Segment Animal Nutrition & Health (ANH) getrennt, das für einen Unternehmenswert von 2,2 Milliarden Euro an CVC Capital Partners veräußert wurde. Der Konzern behält lediglich eine Minderheitsbeteiligung von 20 Prozent und schärft damit sein Profil als Spezialist für Ernährung, Gesundheit und Schönheit.

Dass die Integration nach der Fusion Früchte trägt, zeigen die Geschäftszahlen für 2025. Das Unternehmen realisierte Kostensynergien von 65 Millionen Euro und erreichte damit das Gesamtziel von 175 Millionen Euro bereits Ende 2025 vollständig. Bei einem organischen Umsatzwachstum von drei Prozent erwirtschaftete der Konzern ein bereinigtes EBITDA von 1,77 Milliarden Euro, was einer Marge von 19,6 Prozent entspricht.

Die strategische Transformation wird durch eine stabile Dividende von 2,50 Euro je Aktie und die Emission langfristiger Anleihen über 1,5 Milliarden Euro abgesichert. Entscheidend für eine mögliche Bodenbildung wird der operative Start des angekündigten Rückkaufprogramms im März sein. Sollte die Unterstützung bei 60 Euro nachhaltig unterschritten werden, droht die Aktie auf neue Tiefststände unterhalb der Marke von 59,58 Euro abzurutschen.

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