ImmunityBio hat am 3. März 2026 seine Jahreszahlen 2025 vorgelegt – und liefert ab. Der Umsatz mit der Immuntherapie ANKTIVA explodierte um 700 Prozent, klinische Meilensteine wurden erreicht und die globale Expansion nimmt Fahrt auf. Die Aktie reagierte mit einem Sprung auf mehrmonatige Höchststände.

Rekordumsatz treibt Geschäftsjahr 2025

Der Nettoumsatz mit ANKTIVA erreichte im Gesamtjahr rund 113 Millionen Dollar – ein Anstieg um etwa 700 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Absatzvolumen legte sogar um 750 Prozent zu, während der Umsatz von Quartal zu Quartal um 20 Prozent kletterte.

Besonders stark fiel das vierte Quartal aus. Der Nettoumsatz mit ANKTIVA schoss um 431 Prozent auf 38,3 Millionen Dollar hoch und übertraf damit die Erwartungen der Wall Street deutlich. Beim Ergebnis je Aktie meldete ImmunityBio einen Verlust von 0,06 Dollar – zwei Cent besser als von Analysten prognostiziert.

Die Bilanz zeigt ein zwiespältiges Bild: Ende Dezember 2025 verfügte das Unternehmen über geschätzte 242,8 Millionen Dollar an liquiden Mitteln. Dem stehen ein Nettoverlust von rund 351,4 Millionen Dollar, negatives Eigenkapital und eine Liquiditätsreichweite von weniger als einem Jahr gegenüber.

Zulassungsstudie läuft besser als geplant

ImmunityBio meldete den vorzeitigen Abschluss der Rekrutierung für seine Phase-2-Studie QUILT 2.005. Die Untersuchung vergleicht ANKTIVA plus BCG mit einer BCG-Monotherapie bei Patienten mit BCG-naivem, nicht-muskelinvasivem Blasenkrebs. Insgesamt wurden 366 Patienten randomisiert.

Die begleitende Zwischenauswertung fiel klinisch bedeutsam aus. Eine von der FDA angeforderte Analyse zeigte, dass ANKTIVA plus BCG die Dauer des vollständigen Ansprechens signifikant verlängert: Nach sechs Monaten lagen die Raten bei 85 Prozent versus 57 Prozent, nach neun Monaten bei 84 Prozent versus 52 Prozent – wobei die Neun-Monats-Differenz statistische Signifikanz erreichte.

Die vollständigen Studienergebnisse werden für das vierte Quartal 2026 erwartet. Auf Basis dieser Daten plant ImmunityBio, bis Ende 2026 einen Zulassungsantrag bei der FDA einzureichen.

Europa-Genehmigung öffnet wichtigen Markt

Die Europäische Kommission erteilte ANKTIVA eine bedingte Marktzulassung zur Behandlung von BCG-refraktärem, nicht-muskelinvasivem Blasenkrebs mit Carcinoma in situ. Damit erschließt sich das Unternehmen einen Markt von 33 Ländern über EU und EWR.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei ImmunityBio?

ImmunityBio hat seine Vertriebsstruktur zügig ausgebaut. Mit Accord Healthcare wurde eine Partnerschaft für 30 europäische Länder geschlossen. Über Biopharma und Cigalah Healthcare erfolgt die Markteinführung in Saudi-Arabien sowie der MENA-Region.

In Saudi-Arabien genehmigte die SFDA ANKTIVA in Kombination mit Checkpoint-Inhibitoren für metastasierten nicht-kleinzelligen Lungenkrebs – die weltweit erste Zulassung für diese Indikation und die erste subkutane Anwendung. Zusätzlich wurde ANKTIVA plus BCG für BCG-refraktären Blasenkrebs zugelassen.

Institutionelle Investoren stocken auf

Die Marktkapitalisierung beträgt aktuell 10,73 Milliarden Dollar. Die Aktie bewegte sich in den vergangenen zwölf Monaten zwischen 1,83 und 12,43 Dollar.

Die Vanguard Group erhöhte ihre Position im dritten Quartal um 26,8 Prozent auf 27,7 Millionen Aktien. Goldman Sachs steigerte sein Engagement im vierten Quartal um 439,4 Prozent auf 6,2 Millionen Aktien.

Insider verkauften im letzten Quartal 501.967 Aktien im Wert von 4,5 Millionen Dollar. Unternehmensinsider halten 69,48 Prozent der Anteile.

Pipeline reicht weit über Blasenkrebs hinaus

ImmunityBio startete ResQ215B, eine Phase-2-Studie ohne Chemotherapie oder Lymphodepletion. Die ambulante Untersuchung testet CD19-t-haNK-CAR-NK-Zellen von der Stange kombiniert mit ANKTIVA und Rituximab bei indolentem B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphom.

Beim Glioblastom präsentierte das Unternehmen aktualisierte Phase-2-Daten aus der QUILT-3.078-Studie bei rezidiviertem oder progressivem Glioblastom: Von 23 eingeschriebenen Patienten leben noch 19, das mediane Gesamtüberleben ist noch nicht erreicht. Die längste Überlebensdauer seit Rezidiv beträgt zwölf Monate und läuft weiter.

Wachstum trifft auf Finanzierungsdruck

Analysten erwarten, dass ImmunityBio innerhalb von drei Jahren profitabel wird. Das Umsatzwachstum soll bei rund 52 Prozent jährlich liegen. Im vergangenen Jahr übertraf die Aktie sowohl den breiten US-Markt als auch die US-Biotech-Branche.

Die Herausforderungen bleiben erheblich. Die Verluste haben sich in den letzten fünf Jahren ausgeweitet, Aktionäre wurden im vergangenen Jahr stark verwässert, und die Bilanz stützt sich ausschließlich auf risikoreichere Finanzierungsquellen.

Der BLA-Antrag für BCG-naiven Blasenkrebs und die fortschreitende ANKTIVA-Kommerzialisierung in Europa und dem Nahen Osten bilden die nächsten konkreten Katalysatoren. Mit bestätigten Q4-Zahlen und einem dichten Studienkalender steht ImmunityBio 2026 an einem entscheidenden kommerziellen und regulatorischen Wendepunkt.

ImmunityBio-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue ImmunityBio-Analyse vom 04. März liefert die Antwort:

Die neusten ImmunityBio-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für ImmunityBio-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 04. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

ImmunityBio: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...