IBM Aktie: Spannung vor Zahlen
Die IBM-Aktie steht vor einer entscheidenden Bewährungsprobe. Am morgigen Mittwoch legt der Technologiekonzern seine Bücher für das vierte Quartal offen, während Anleger gespannt auf die Prognose für das neue Geschäftsjahr blicken. Neben den reinen Finanzkennzahlen rückt vor allem die Integration der milliardenschweren Confluent-Übernahme in den Fokus. Kann "Big Blue" die hohen Erwartungen erfüllen oder setzt sich die jüngste Korrektur fort?
Hohe Erwartungen an das vierte Quartal
Die Finanzmärkte warten ungeduldig auf den 28. Januar. Analysten haben die Messlatte für den Konzern klar definiert: Der Markt rechnet mit einem Umsatz von rund 19,21 Milliarden US-Dollar. Beim Gewinn je Aktie (EPS) liegt die Konsensschätzung in einer Spanne zwischen 4,29 und 4,31 US-Dollar.
Nachdem IBM im dritten Quartal 2025 noch ein Umsatzwachstum von über 9 Prozent verzeichnete, müssen diese Zahlen nun bestätigen, dass der Wachstumskurs intakt ist.
Analysten uneins über Ausblick
Während Investmentbanken wie Goldman Sachs und Stifel die Aktie weiterhin zum Kauf empfehlen, herrscht bei der Prognose für das Gesamtjahr 2026 Uneinigkeit. RBC Capital zeigt sich optimistisch und erwartet einen starken Ausblick, getrieben durch Wachstum in den Bereichen Hybrid Cloud und künstliche Intelligenz (KI).
Im Gegensatz dazu mahnt Evercore ISI zur Vorsicht. Die Analysten dort befürchten, dass die Unternehmensführung eine zurückhaltende Prognose abgeben könnte, die sich lediglich am unteren Ende der mittelfristigen Ziele bewegt. Diese Diskrepanz in den Erwartungen birgt Potenzial für Volatilität nach der Veröffentlichung.
Strategischer Fokus: Confluent-Übernahme
Abseits des operativen Tagesgeschäfts treibt das Management den strategischen Umbau voran. Die im späten Jahr 2025 angekündigte Übernahme von Confluent für rund 11 Milliarden US-Dollar in bar hat eine wichtige regulatorische Hürde genommen: Am 12. Januar lief die Wartefrist nach dem Hart-Scott-Rodino-Gesetz (HSR) ab.
Der nächste entscheidende Termin ist der 12. Februar 2026, an dem die Confluent-Aktionäre über die Fusion abstimmen sollen. Die Integration der Data-Streaming-Technologie gilt als Eckpfeiler von IBMs Strategie, den Bereich "Data-in-Motion" zu dominieren – ein Schlüsselfaktor für moderne KI-Anwendungen.
Institutionelle Investoren nutzen Rücksetzer
Trotz der jüngsten Kursschwäche – die Aktie verlor in den letzten 30 Tagen rund 15 Prozent an Wert und notiert aktuell bei 259,25 Euro – greifen Großinvestoren zu. So hat beispielsweise Fortis Capital Advisors seine Position im dritten Quartal um fast 91 Prozent aufgestockt. Dies deutet darauf hin, dass institutionelle Anleger trotz kurzfristiger Unsicherheiten weiterhin an die langfristige Strategie des Unternehmens glauben.
Für Anleger dürfte der morgige Mittwoch richtungsweisend sein. Entscheidend wird dabei weniger der Rückblick auf das abgelaufene Quartal, sondern die konkrete Guidance für 2026. Sollte IBM hier positiv überraschen, könnte dies den nötigen Impuls liefern, um den jüngsten Abwärtstrend zu brechen.
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