IBM Aktie: Gehaltssprung trifft KI-Sorgen
IBM blickt auf ein operativ starkes Jahr 2025 zurück, was sich nun in einem kräftigen Gehaltssprung für die Führungsetage niederschlägt. Während CEO Arvind Krishna ein Millionenpaket einstreicht, wächst an der Börse jedoch die Nervosität. Neue Entwicklungen der Konkurrenz bedrohen plötzlich ein lukratives Kerngeschäft des IT-Konzerns.
Rekordgehälter nach starkem Jahr
Für das abgelaufene Kalenderjahr erhält Konzernchef Arvind Krishna ein Vergütungspaket im Wert von rund 38 Millionen US-Dollar. Dieser Anstieg um über ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr basiert auf dem Erreichen wichtiger operativer Ziele. IBM steigerte den Umsatz um acht Prozent auf 67,5 Milliarden Dollar und erwirtschaftete einen freien Cashflow von 14,7 Milliarden Dollar.
Der strategische Umbau trägt offensichtlich Früchte. Mittlerweile stammen mehr als drei Viertel der Erlöse aus den margenstarken Bereichen Software und Beratung. Die Bruttomarge kletterte entsprechend auf 58 Prozent. Auch andere Vorstandsmitglieder wie Finanzchef James Kavanaugh verzeichneten deutliche Gehaltszuwächse, während das Durchschnittsgehalt der globalen Belegschaft bei knapp unter 50.000 Dollar stagnierte.
Gegenwind durch neue KI-Konkurrenz
An der Börse rückt die starke Bilanz des Vorjahres aktuell in den Hintergrund. Erst kürzlich erlebte das Papier den stärksten wöchentlichen Kursrutsch seit fast sechs Jahren. Auslöser war eine Ankündigung des KI-Unternehmens Anthropic, alte COBOL-Programmiersprachen mithilfe künstlicher Intelligenz modernisieren zu können. Da IBM als Marktführer bei der Wartung dieser veralteten, aber für viele Großunternehmen essenziellen Systeme gilt, fürchten Investoren einen direkten Angriff auf dieses Geschäftsfeld.
Entsprechend steht der Titel unter Druck und notiert nach den jüngsten Abverkäufen seit Jahresbeginn knapp zwölf Prozent im Minus bei aktuell 219,05 Euro.
Hauptversammlung im Fokus
Neben der operativen Verteidigung des Kerngeschäfts rückt nun die Hauptversammlung am 28. April in den Blickpunkt. Dort wird nicht nur die gewachsene Gehaltskluft zwischen Vorstand und Belegschaft thematisiert. Die Aktionäre stimmen auch über einen Bericht zur Voreingenommenheit von KI-Systemen ab – ein Antrag, den das Management offiziell ablehnt.
Gleichzeitig baut IBM sein eigenes KI-Ökosystem konsequent weiter aus, was die am Dienstag frisch abgeschlossene, elf Milliarden Dollar schwere Übernahme des Daten-Spezialisten Confluent unterstreicht. Analysten bleiben trotz der jüngsten Marktturbulenzen mehrheitlich optimistisch und rufen ein durchschnittliches Kursziel von knapp 319 Dollar auf.
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