Hensoldt Aktie: Rekordaufträge, schwaches Quartal
Hensoldt hat heute seine Zahlen für 2025 vorgelegt – und liefert ein gespaltenes Bild. Einerseits meldet der Münchner Rüstungselektronik-Konzern einen Auftragseingang von 4.710 Millionen Euro, ein Plus von 62 Prozent gegenüber 2024. Der Auftragsbestand schwillt um ein Drittel auf 8.833 Millionen Euro an. Das Book-to-Bill-Verhältnis klettert auf 1,9 – es kommen also fast doppelt so viele neue Aufträge rein, wie Hensoldt im gleichen Zeitraum als Umsatz abarbeitet.
Andererseits enttäuschte das vierte Quartal. Der Umsatz lag rund vier Prozent unter den Erwartungen der Analysten, vor allem weil das Sensors-Segment schwächer abschnitt als erhofft. Die Aktie geriet am Donnerstag unter Druck – trotz Rekordzahlen auf Gesamtjahressicht.
Solide Marge, aber Dividende bleibt hinter Erwartungen zurück
Der Gesamtumsatz 2025 stieg um knapp zehn Prozent auf 2.455 Millionen Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge erreichte 18,4 Prozent und übertraf damit die eigene Prognose von mindestens 18 Prozent. Der freie Cashflow kletterte von 249 Millionen auf 347 Millionen Euro – angetrieben durch operative Verbesserungen und Anzahlungen von Kunden.
Die vorgeschlagene Dividende von 0,55 Euro je Aktie liegt allerdings rund zehn Prozent unter dem Analystenkonsens von 0,61 Euro. Grund sind höher als erwartete Finanzierungskosten und Steuern.
Ausblick unter Konsens – aber Auftragsbuch prall gefüllt
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Für 2026 stellt Hensoldt einen Umsatz von rund 2.750 Millionen Euro sowie eine bereinigte EBITDA-Marge zwischen 18,5 und 19 Prozent in Aussicht. Das impliziert ein EBITDA von 509 bis 523 Millionen Euro – der Mittelpunkt liegt etwa zwei Prozent unter den Erwartungen der Analysten.
CEO Oliver Dörre verwies auf die angespannte geopolitische Lage: "Europa ist gezwungen, seine Verteidigungsfähigkeiten nachhaltig zu stärken. Deutschland spielte dabei eine Schlüsselrolle und war ein wichtiger Treiber unseres Auftragseingangs 2025."
Das Optronics-Segment verzeichnete mit 1.585 Millionen Euro mehr als eine Verdopplung beim Auftragseingang. Der Umsatz stieg um 20 Prozent auf 419 Millionen Euro. Im Sensors-Segment lag der Auftragseingang bei 3.143 Millionen Euro, der Umsatz wuchs um acht Prozent auf 2.058 Millionen Euro.
Hensoldt hält am Book-to-Bill-Ziel von 1,5 bis 2,0 fest und rechnet mit einer Free-Cashflow-Konversion von etwa 40 Prozent des bereinigten EBITDA. Das prall gefüllte Auftragsbuch schafft Sichtbarkeit – doch der Markt scheint zunächst auf die verfehlten kurzfristigen Erwartungen zu reagieren.
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