Der geprüfte Konzernabschluss für 2025 liegt vor — und er bestätigt ein Bild, das Anleger bereits kennen: Hensoldt wächst, aber langsamer als der Auftragseingang vermuten lässt. Während das Orderbuch mit 8,83 Milliarden Euro mehr als das Dreifache des Jahresumsatzes enthält, legte der Umsatz 2025 nur um 9,6 Prozent auf 2,455 Milliarden Euro zu. Die Nachfrage ist nicht das Problem.

Prognose bleibt hinter Erwartungen zurück

Das bereinigte EBITDA übertraf mit 452 Millionen Euro und einer Marge von 18,4 Prozent die Analystenerwartungen. Beim Ausblick auf 2026 war das Bild weniger erfreulich: Der Konzern peilt einen Umsatz von 2,75 Milliarden Euro an, die EBITDA-Marge soll zwischen 18,5 und 19 Prozent liegen — Werte, die den Konsens verfehlten. Auch die vorgeschlagene Dividende von 0,55 Euro je Aktie fiel geringer aus als vom Markt erhofft. Die Aktie notiert aktuell rund 35 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 115,10 Euro.

Die strukturellen Bremsen sind bekannt: Engpässe bei elektronischen Bauteilen und Fachkräftemangel verlangsamen die Auftragsabarbeitung. Hensoldt reagiert auf beiden Fronten. Ein Langzeitvertrag mit United Monolithic Semiconductors sichert die Lieferung von 900.000 Galliumnitrid-Bausteinen für Radarsysteme bis 2030. Die geplante Übernahme des niederländischen Optronik-Spezialisten Nedinsco soll Mitte 2026 vollständig aus eigenen Mitteln abgeschlossen werden.

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Fachkräfte aus der Autokrise

Bei der Personalgewinnung wählt das Unternehmen einen ungewöhnlichen Weg. Am 16. März unterzeichnete Hensoldt eine Kooperationsvereinbarung mit Aumovio — einem Automobilzulieferer, der an seinen süddeutschen Standorten in Ulm, Lindau und Markdorf bis zu 600 Beschäftigte abbaut. Genau jene Systemingenieure, Softwareentwickler und Elektrotechniker, die dort freigesetzt werden, sucht Hensoldt in unmittelbarer räumlicher Nähe.

Rund 1.600 neue Mitarbeiter sollen 2026 hinzukommen, nachdem bereits im Vorjahr 1.200 eingestellt wurden. Bis Ende 2026 will der Konzern erstmals die Marke von 10.000 Beschäftigten überschreiten.

Vertrauen von innen

Dass CEO Oliver Dörre unmittelbar nach der schwachen Marktreaktion auf die Prognose 1.000 Aktien zu durchschnittlich 75,25 Euro kaufte, ist ein klares Signal. BlackRock stockte seinen Anteil kurz darauf auf 5,06 Prozent auf, der Aufsichtsrat verlängerte Dörres Vertrag vorzeitig bis Ende 2031.

Ob die eingeleiteten Maßnahmen tatsächlich greifen, wird sich an konkreten Zahlen messen lassen: Am 6. Mai 2026 veröffentlicht Hensoldt die Ergebnisse für das erste Quartal — der erste Datenpunkt, der zeigen wird, ob der Abstand zwischen Auftragsbestand und Umsatzwachstum kleiner wird.

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