Der Rüstungskonzern sitzt auf einem gewaltigen Berg an Bestellungen. Während der Auftragsbestand auf Rekordniveau klettert, hinkt die Abarbeitung spürbar hinterher. Genau dieses Missverhältnis zwischen vollen Büchern und realisierbaren Umsätzen sorgt kurz vor der Vorlage des geprüften Jahresabschlusses für Ernüchterung bei den Anlegern.

Strukturelle Bremsen belasten die Marge

Die Auftragslage des vergangenen Jahres liest sich auf den ersten Blick hervorragend. Der Bestand schwoll auf beeindruckende 8,83 Milliarden Euro an. Demgegenüber steht ein vergleichsweise moderates Umsatzplus von 9,6 Prozent auf rund 2,45 Milliarden Euro. Strukturelle Engpässe bei elektronischen Bauteilen und ein branchenweiter Fachkräftemangel verlangsamen das Tempo in den Produktionshallen.

Das spiegelt sich direkt im Ausblick für das laufende Jahr 2026 wider. Die angepeilte EBITDA-Marge von 18,5 bis 19 Prozent verfehlte die Konsensschätzungen der Analysten. Auch die vorgeschlagene Dividende von 0,55 Euro je Anteilsschein fiel geringer aus als vom Markt erhofft. Diese gedämpften Aussichten hinterließen Spuren im Chart. Auf Monatssicht verbilligte sich das Papier um gut neun Prozent und notiert aktuell bei 73,80 Euro.

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Milliarden-Investitionen gegen den Stau

Um die operativen Bremsen zu lösen, steuert das Management nun massiv gegen. Ein langfristiger Liefervertrag sichert bis 2030 knapp eine Million Galliumnitrid-Bauteile, die als technologisches Herzstück für die wichtige Radarsystem-Fertigung gelten. Parallel dazu baut das Unternehmen seine Kapazitäten aus. Allein in diesem Jahr sollen 1.600 neue Mitarbeiter eingestellt werden, womit die Belegschaft erstmals die Marke von 10.000 Beschäftigten überschreitet. Flankiert wird dieses organische Wachstum von strategischen Zukäufen wie der Übernahme des niederländischen Optronik-Spezialisten Nedinsco.

Am morgigen Donnerstag, den 26. März, präsentiert das Management den detaillierten und geprüften Konzernabschluss. Die nächste finanzielle Bestandsaufnahme folgt dann am 6. Mai mit den Zahlen für das erste Quartal. Die entscheidende Messlatte für kommende Kursbewegungen bleibt der beschleunigte Abbau des milliardenschweren Auftragsstaus.

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