Nach einer deutlichen Korrektur seit den Höchstständen im Oktober hellt sich die Stimmung für den Rüstungselektronik-Konzern wieder auf. Die US-Investmentbank Morgan Stanley beendet ihre negative Haltung und sieht das Chance-Risiko-Verhältnis nun als ausgeglichen an. Unterstützt wird die operative Entwicklung durch neue Partnerschaften und Aufträge der Bundeswehr.

  • Rating-Upgrade: Morgan Stanley stuft von „Underweight“ auf „Equal-Weight“ hoch.
  • Kursziel: Das Ziel steigt von 78 auf 82 Euro.
  • Strategie: Neue Kooperation mit TYTAN Technologies zur Drohnenabwehr.

Bewertung neu kalibriert

Die Analysten von Morgan Stanley, Ross Law und Marie-Ange Riggio, haben ihre Skepsis gegenüber dem Verteidigungsspezialisten am Mittwoch abgelegt. Ausschlaggebend für die Hochstufung ist primär die Kursentwicklung der letzten Monate. Nachdem die Aktie seit ihrem 52-Wochen-Hoch bei 115,10 Euro rund 25 Prozent an Wert eingebüßt hat, sehen die Experten die Bewertung nun auf einem realistischeren Niveau angekommen.

Die Markterwartungen hätten sich seit dem Kapitalmarkttag im November neu sortiert und decken sich nun weitgehend mit den Prognosen der Bank. Zwar notiert der aktuelle Kurs von 86,15 Euro noch leicht über dem neuen Kursziel von 82 Euro, doch das Abwärtsrisiko wird als begrenzt eingeschätzt.

In ihren detaillierten Schätzungen nahmen die Analysten Anpassungen vor, die ein gemischtes Bild zeichnen:
* Die Umsatz- und EBIT-Prognosen für die kommenden Jahre wurden leicht gesenkt.
* Der Free Cashflow für 2025 wurde hingegen kräftig um 57 Prozent auf 378 Millionen Euro angehoben, primär getrieben durch Anzahlungen.
* Langfristig belasten jedoch höhere Investitionsausgaben den Cashflow der Jahre 2026 und 2027.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Hensoldt?

Operative Dynamik im Drohnensektor

Abseits der Finanzmathematik treibt Hensoldt sein Kerngeschäft voran. Am 26. Januar unterzeichnete das Unternehmen eine strategische Partnerschaft mit TYTAN Technologies. Ziel ist die Integration kostengünstiger Abfangdrohnen in Hensoldts Missionssysteme sowie der Schutz kritischer Infrastruktur – ein Thema, das angesichts der geopolitischen Lage an Relevanz gewinnt.

Ergänzend dazu meldete der Konzern einen weiteren Erfolg bei der Bundeswehr. Das Beschaffungsamt BAAINBw beauftragte Hensoldt mit der Integration kinetischer Gegenmaßnahmen in das Drohnenabwehrsystem ASUL. Dies unterstreicht die feste Verankerung des Unternehmens in der deutschen Verteidigungsstrategie.

Charttechnik und Ausblick

Die jüngste Erholung spiegelt sich auch in den technischen Daten wider. Seit Jahresbeginn konnte das Papier bereits um 12,76 Prozent zulegen und hat sich mit aktuell 86,15 Euro wieder deutlich über den 50-Tage-Durchschnitt von 80,04 Euro geschoben. Mit einem RSI von 68,2 nähert sich der Titel allerdings kurzfristig dem überkauften Bereich, was die volatile Natur der Aktie (über 62 Prozent annualisierte Volatilität) unterstreicht.

Für Anleger wird nun der 26. Februar 2026 entscheidend. An diesem Datum präsentiert Hensoldt die vorläufigen Jahresergebnisse für 2025. Hier muss das Management beweisen, ob der prognostizierte Auftragseingang von 4,6 Milliarden Euro realisiert werden konnte und wie sich die Margen im aktuellen Umfeld entwickeln.

Hensoldt-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Hensoldt-Analyse vom 29. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Hensoldt-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Hensoldt-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Hensoldt: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...