Amazon vollzieht derzeit den radikalsten Einschnitt seiner dreißigjährigen Unternehmensgeschichte. Um Kapital für die extrem kostenintensive KI-Offensive freizumachen, streicht der Konzern erneut tausende Stellen in der Verwaltung und im Technologiebereich. CEO Andy Jassy macht ernst mit dem Umbau: Weg von bürokratischen Strukturen, hin zu maximaler Effizienz für das Zeitalter der Künstlichen Intelligenz.

Rekordkürzungen in der Verwaltung

Am Mittwoch bestätigte das Unternehmen die Streichung von rund 16.000 Arbeitsplätzen. Zusammen mit der ersten Kündigungswelle im Oktober 2025 summieren sich die Entlassungen auf etwa 30.000 Stellen innerhalb von nur drei Monaten. Dies entspricht fast zehn Prozent der gesamten Belegschaft im Verwaltungs- und Tech-Bereich und übertrifft frühere Sparmaßnahmen deutlich.

Betroffen ist ein breites Spektrum an Abteilungen, darunter die Cloud-Sparte AWS, Prime Video, das Werbegeschäft sowie die Alexa-Entwicklung. Personalchefin Beth Galetti begründete den drastischen Schritt in einem internen Blogbeitrag mit dem Ziel, Hierarchieebenen abzubauen und die Verantwortung der verbleibenden Teams zu stärken. Den betroffenen Mitarbeitern in den USA werden Abfindungen und eine 90-tägige Frist zur internen Stellensuche angeboten.

Alles auf die Karte KI

Der massive Personalabbau ist direkt mit einer strategischen Neuausrichtung der finanziellen Ressourcen verknüpft. Amazon plant für das Jahr 2026 Investitionen (Capex) in Höhe von 125 Milliarden Dollar – die höchste Prognose unter den großen Tech-Konzernen. Dieses Kapital fließt primär in den Ausbau der KI-Infrastruktur und neue Rechenzentren.

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CEO Andy Jassy hatte bereits im Juni 2025 angedeutet, dass Effizienzgewinne durch Künstliche Intelligenz den Bedarf an menschlicher Arbeitskraft in der Verwaltung senken würden. Parallel zur technologischen Neuausrichtung bereinigt der Konzern sein Portfolio im stationären Handel: Über 70 Amazon Fresh und Amazon Go Filialen werden geschlossen, während der Fokus im Lebensmittelbereich künftig stärker auf der Marke Whole Foods liegt.

Marktreaktion und mögliche Partnerschaften

An der Börse wurde die Nachricht vergleichsweise ruhig aufgenommen. Die Aktie notierte am Mittwoch bei 243,09 US-Dollar und verlor damit lediglich 0,68 Prozent. Mit einem Kursplus von über 60 Prozent gegenüber dem 52-Wochen-Tief zeigt sich das Papier weiterhin in einer robusten Verfassung. Investoren scheinen den rigorosen Sparkurs zugunsten der Profitabilität und der KI-Wettbewerbsfähigkeit grundsätzlich zu stützen.

Zusätzliche Fantasie bringt ein Bericht von CNBC in den Markt, wonach Amazon gemeinsam mit Microsoft und Nvidia über eine Investition von bis zu 60 Milliarden Dollar in OpenAI verhandelt. Dies würde den Anspruch des Konzerns unterstreichen, im Rennen um die KI-Vorherrschaft keine Kompromisse einzugehen.

Ob die radikale Umstrukturierung bereits erste finanzielle Auswirkungen zeigt, wird sich schon in der kommenden Woche klären. Am 5. Februar 2026 veröffentlicht Amazon die Zahlen für das vierte Quartal 2025, die einen detaillierten Einblick in die Kostenstruktur und den Fortschritt der Strategie geben werden.

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