Die Experten von Morgan Stanley haben ihre skeptische Haltung gegenüber dem Rüstungselektronik-Spezialisten Hensoldt abgelegt. In einer aktuellen Studie stuften die Analysten Ross Law und Marie-Ange Riggio das Papier von „Underweight“ auf „Equal-weight“ hoch. Gleichzeitig hoben sie das Kursziel leicht von 78 auf 82 Euro an. Nach den turbulenten Monaten seit dem Oktober-Hoch sehen die Banker die Bewertung nun wieder auf einem „angemessenen Niveau“ – der Markt habe die zuvor übertriebenen Erwartungen endlich korrigiert.

Das 6-Milliarden-Ziel: Ein Marathon, kein Sprint

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Auf dem jüngsten Kapitalmarkttag untermauerte Hensoldt seine Ambitionen: Bis 2030 soll der Umsatz auf 6 Milliarden Euro klettern. Besonders spannend ist dabei der Blick auf das organische Wachstum, dessen Zielmarke das Management von 5,4 auf 5,7 Milliarden Euro nach oben geschraubt hat. Doch Morgan Stanley mahnt zur Geduld: Der Wachstumspfad sei „backloaded“, was bedeutet, dass die großen Sprünge erst in den späteren Jahren des Jahrzehnts erwartet werden. Das erhöht laut den Analysten zwar die Umsetzungsrisiken, deckt sich nun aber immerhin mit den realistischeren Prognosen der Bank.

Margen-Puzzle: Was der Markt bisher übersah

Ein entscheidender Punkt der neuen Analyse betrifft die Profitabilität. Hensoldt peilt für 2030 eine bereinigte EBITDA-Marge von über 20 Prozent an. Interessant ist hierbei der technische Detailblick: Zwischen der EBITDA- und der EBIT-Marge klafft eine Lücke von rund 450 Basispunkten, die primär durch Abschreibungen auf aktivierte Forschungs- und Entwicklungskosten entsteht. Morgan Stanley betont, dass dieser Aspekt vom Markt bisher nicht vollständig gewürdigt wurde. Diese Transparenz sorgt nun für ein klareres Bild der tatsächlichen Ertragskraft des Konzerns.

Bodenbildung im Fokus

Trotz der Hochstufung bleibt eine gewisse Vorsicht spürbar. Während die Aktie zuletzt im Bereich von 87 Euro gehandelt wurde und damit sogar über dem neuen Kursziel von Morgan Stanley notierte, werten Beobachter die Studie als wichtiges Signal für eine Bodenbildung.

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