Hensoldt Aktie: Glänzender Geschäftsverlauf!
Mitten in der Diskussion um die Sicherheit kritischer Infrastruktur baut Hensoldt seine Fähigkeiten in der Drohnenabwehr gezielt aus. Eine neue Partnerschaft mit dem Münchner Deep-Tech-Unternehmen TYTAN Technologies soll die europäischen Luftverteidigungskapazitäten stärken und zugleich ein bereits gut gefülltes Auftragsbuch weiter absichern. Spannend ist dabei vor allem die Frage, ob die starke operative Basis diesem strategischen Schritt zusätzlichen Schub verleihen kann.
Strategische Partnerschaft mit TYTAN
Am 26. Januar 2026 haben Hensoldt und TYTAN Technologies ein Memorandum of Understanding (MoU) zur Zusammenarbeit im Bereich Drohnenabwehr unterzeichnet. Die Vereinbarung erfolgte im Rahmen der Eröffnung des neuen TYTAN-Hauptquartiers in München, im Beisein des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder – ein politisches Signal für die Bedeutung des Themas Schutz kritischer Infrastruktur.
Kern der Kooperation ist die Kombination von:
- TYTANs kosteneffizienten Abfangdrohnen
- Hensoldts Sensorkompetenz
- der Command-and-Control-Software Elysion Mission Core
Ziel ist eine sofort einsetzbare, in Bayern entwickelte Lösung für den Schutz des europäischen Luftraums. Im Fokus stehen dabei nicht nur zivile Einrichtungen wie Energie- und Industrieanlagen, sondern auch militärische Anwendungen innerhalb von NATO- und EU-Strukturen.
Die Partnerschaft umfasst drei Schwerpunkte:
- Integration der TYTAN-Plattformen in Hensoldts Counter-UAS-Lösung Elysion Mission Core
- gemeinsame Initiativen zum Schutz kritischer Infrastruktur in Zusammenarbeit mit Bundes- und Landesbehörden
- internationale Projekte zur Unterstützung ukrainischer und NATO-Luftverteidigung
Damit positionieren sich beide Unternehmen klar im wachsenden Markt für Drohnenabwehrsysteme, der durch aktuelle Konflikte und die Zunahme unbemannter Systeme zusätzlichen Rückenwind erhält.
Fundament: Starke Auftragslage und Wachstum
Die strategische Erweiterung kommt nicht aus der Schwäche, sondern baut auf einer soliden Geschäftsentwicklung auf. In den ersten neun Monaten 2025 legte Hensoldt bei allen zentralen Kennzahlen zu und meldete am 7. November 2025 neue Bestmarken im Auftragsbestand.
Wichtigste Zahlen (9M 2025):
- Auftragseingang: 2,017 Mrd. € (+8,7 % gegenüber Vorjahr)
- Auftragsbestand: 7,096 Mrd. € (+9,0 %)
- Umsatz: 1,536 Mrd. € (+11,5 %)
- Bereinigtes EBITDA: 211 Mio. € (+12,8 %)
Der Rekord-Auftragsbestand verschafft dem Unternehmen hohe Visibilität bei künftigen Umsätzen. Für das Gesamtjahr 2025 peilt der Konzern rund 2,5 Milliarden Euro Umsatz an, bei einer bereinigten EBITDA-Marge von 18 Prozent oder höher. Das unterstreicht, dass Wachstum und Profitabilität im aktuellen Umfeld Hand in Hand gehen.
An der Börse spiegelt sich diese Entwicklung bereits in der langfristigen Kursbilanz wider. Gestern schloss die Aktie bei 87,00 Euro. Auf Zwölfmonatssicht steht ein Plus von 134 Prozent zu Buche, seit Jahresanfang sind es 13,87 Prozent. Damit notiert der Titel zwar spürbar unter dem 52-Wochen-Hoch von 115,10 Euro, liegt aber weiter deutlich über den mittelfristigen Durchschnittskursen – ein Hinweis auf ein insgesamt intaktes Aufwärtsszenario mit erhöhten Schwankungen.
Großauftrag LUCHS 2 stärkt Pipeline
Zusätzlichen Rückenwind bringt ein bereits Ende November 2025 gemeldeter Großauftrag: Hensoldt liefert Sensortechnik und das Missionssystem CERETRON für das neue Aufklärungsfahrzeug LUCHS 2 der Bundeswehr. Auftraggeber ist General Dynamics European Land Systems.
Der Auftragswert liegt laut Unternehmen bei knapp einer Milliarde Euro. Damit gehört das LUCHS-2-Projekt zu den größeren Einzelvergaben der jüngeren Vergangenheit und ergänzt die ohnehin starke Pipeline im Bereich Verteidigungselektronik. Die Kombination aus langfristigen Programmen und neuen Technologiepartnerschaften wie jener mit TYTAN erhöht die technische Tiefe des Portfolios und stützt zugleich die mittelfristige Ergebnisplanung.
Börsenbild: Hohe Dynamik, solide Basis
Charttechnisch bewegt sich die Aktie in einem Umfeld ausgeprägter Dynamik. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von 76,55 Prozent signalisiert deutliche Kursschwankungen. Gleichzeitig liegt der Kurs rund 9,7 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt von 79,33 Euro und nahe am 100-Tage-Durchschnitt (86,49 Euro). Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt von 88,74 Euro ist mit knapp -2 Prozent gering – der mittelfristige Aufwärtstrend bleibt damit grundsätzlich intakt.
Der 14-Tage-RSI von 68,2 deutet auf ein bereits hohes, aber noch nicht extrem überzogenes Momentum hin. Nach der starken Performance der vergangenen zwölf Monate ist eine Phase erhöhter Nervosität nicht ungewöhnlich, insbesondere in einem Sektor, der stark von politischen Entscheidungen und Förderprogrammen abhängt.
Termine im Blick und Fazit
Operativ kommt es nun auf die nächsten Datenpunkte an. Am 26. Februar 2026 will Hensoldt die vorläufigen Jahreszahlen 2025 vorlegen, am 26. März folgt der vollständige Geschäftsbericht. Dann wird sichtbar, ob das Unternehmen seine Prognose – rund 2,5 Milliarden Euro Umsatz bei mindestens 18 Prozent bereinigter EBITDA-Marge – wie geplant erreicht oder übertreffen kann.
Im Zusammenspiel aus Rekord-Auftragsbestand, dem Großprojekt LUCHS 2 und der neuen Drohnenabwehr-Allianz mit TYTAN entsteht ein klares Bild: Hensoldt baut seine Stellung in Schlüsseltechnologien der europäischen Sicherheitsarchitektur weiter aus und stützt dies mit einer robusten finanziellen Basis. Die anstehenden Zahlen Ende Februar werden zeigen, wie stark sich dieses strategische Fundament bereits im Abschluss für 2025 niederschlägt.
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