Advanced Micro Devices veröffentlicht am 3. Februar die Zahlen zum vierten Quartal 2025 – und die Erwartungen sind hoch. Das Unternehmen hat für das Schlussquartal Erlöse von 9,6 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt, was einem Jahreswachstum von 25 Prozent entspräche. Doch Anleger schauen längst über die reinen Zahlen hinaus: Kann AMD im lukrativen Rechenzentrumsgeschäft tatsächlich beschleunigen?

Prognose im grünen Bereich

Die Konsensschätzung liegt bei 9,67 Milliarden Dollar Umsatz, was ein Plus von 26,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeuten würde. Beim Gewinn je Aktie rechnen Analysten mit 1,33 Dollar – ein Anstieg um 22 Prozent. AMD hat in den zurückliegenden vier Quartalen stets die Erwartungen übertroffen, im Schnitt um 2,45 Prozent.

Das Management erwartet für das vierte Quartal ein starkes zweistelliges Wachstum im Datencenter-Segment. Verantwortlich dafür sind die anhaltende Nachfrage nach EPYC-Prozessoren und die Markteinführung der MI350-GPU-Serie. Das Partner-Ökosystem wurde zuletzt deutlich ausgebaut: OpenAI, Oracle und Google setzen mittlerweile auf AMD-Chips. Oracle war der erste Hyperscaler, der MI355X-Instanzen öffentlich anbot, und plant den Start des ersten AI-Superclusters auf Basis von AMDs Helios-Design.

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Ehrgeizige Langfristziele

Anfang Januar präsentierte AMD auf der CES ambitionierte Mehrjahresprognosen. Die KI-Erlöse im Rechenzentrumsbereich sollen in den kommenden drei bis fünf Jahren um durchschnittlich mehr als 80 Prozent jährlich wachsen. Für den gesamten Datencenter-Bereich rechnet das Unternehmen mit einer jährlichen Wachstumsrate von über 60 Prozent, während der Gesamtumsatz im Schnitt um mehr als 35 Prozent pro Jahr steigen soll.

AMD beziffert den adressierbaren Markt für Rechenzentren bis 2030 auf eine Billion Dollar – gegenüber geschätzten 200 Milliarden im Jahr 2025.

Bewertung auf Premium-Niveau

Die Aktie notiert beim Rund-40-Fachen der erwarteten Gewinne für 2026. Das ist ein deutlicher Aufschlag im Vergleich zum Rivalen Nvidia, der mit dem 24-Fachen der für das Geschäftsjahr 2027 erwarteten Erträge bewertet wird. Nvidia dominiert den KI-GPU-Markt weiterhin klar und erzielt rund 90 Prozent seiner Erlöse mit Rechenzentren.

Am 3. Februar wird sich zeigen, ob AMD die hochgesteckten Erwartungen erfüllen kann. Besonders der Ausblick auf 2026 und konkrete Aussagen zur Beschleunigung im Datencenter-Geschäft dürften entscheidend dafür sein, ob die Bewertung gerechtfertigt ist.

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