Die US-amerikanische International Trade Commission (ITC) hat Mitte März entschieden, keine Strafzölle auf chinesische Graphitimporte zu verhängen. Für Graphite One ist das eine schlechte Nachricht — zumindest kurzfristig.

Was das ITC-Urteil bedeutet

Am 12. März 2026 stellte die ITC fest, dass chinesische Graphit-Anodenmaterialien die Entstehung einer heimischen Industrie nicht wesentlich behindert hätten. Damit fallen die zuvor verhängten Zölle von rund 160 Prozent auf chinesische Importe weg. China kontrolliert derzeit etwa 92 Prozent der globalen Lieferketten für synthetisches und natürliches Graphit-Anodenmaterial.

Für Unternehmen wie Graphite One, die auf den Aufbau einer US-amerikanischen Versorgungskette setzen, entfällt damit ein wichtiger kurzfristiger Nachfrageimpuls. Batteriehersteller und Energiespeicherprojekte bleiben vorerst an chinesische Lieferanten gebunden, da heimische Verarbeitungskapazitäten noch Jahre von der kommerziellen Reife entfernt sind.

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Jahresbericht: Verluste steigen, Kapital gesichert

Parallel veröffentlichte Graphite One seinen Jahresbericht für 2025. Der Nettoverlust stieg auf 9,14 Millionen US-Dollar, nach 6,8 Millionen im Vorjahr — ein Anstieg, den das Unternehmen mit höheren Projektentwicklungsausgaben begründet. Im Februar 2026 sicherte sich Graphite One durch eine Aktienplatzierung frisches Kapital in Höhe von 35 Millionen kanadischen Dollar.

Die strategische Ausrichtung bleibt unverändert: ein Bergbaubetrieb am Graphite Creek in Alaska sowie eine Verarbeitungsanlage in Ohio. Allein das erste der sieben geplanten Module in Ohio soll rund 607 Millionen US-Dollar kosten und eine Jahreskapazität von 25.000 Tonnen erreichen.

Finanzierung und Genehmigungen

Die Projektfinanzierung stützt sich weiterhin auf unverbindliche Absichtserklärungen der US Export-Import Bank (EXIM) über 2,07 Milliarden US-Dollar. Die verbleibenden 30 Prozent des Finanzierungsbedarfs sind noch offen. Gelingt die formelle EXIM-Antragstellung noch 2026, könnte der Baubeginn in Alaska bereits 2027 erfolgen. Auf der Genehmigungsseite haben Bundesbehörden signalisiert, bis Ende September 2026 über die erforderlichen Betriebsgenehmigungen entscheiden zu können.

Ein strategischer Pluspunkt bleibt das Seltene-Erden-Profil des Alaska-Vorkommens. Analysen zeigen Zonen mit Neodym, Praseodym, Dysprosium, Terbium und Samarium — Elemente mit Bedeutung für Hochleistungslegierungen und Verteidigungsanwendungen. Die Kombination aus Graphit und Seltenen Erden in einer einzigen Lagerstätte, beides als strategische Materialien unter dem Defense Production Act eingestuft, dürfte das Projekt unabhängig von Zollfragen relevant halten. Ob und in welchen Mengen die Seltenen Erden wirtschaftlich gewinnbar sind, untersucht Graphite One gemeinsam mit der University of Alaska Fairbanks und einem nationalen Energielabor des US-Energieministeriums.

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