Chevron Aktie: Glanzender Fortschritt!
Ein schwerer Tropensturm vor der Küste Australiens hat die Gasproduktion von Chevron empfindlich getroffen. Ausgerechnet in einer Phase extremer globaler Knappheit fallen Teile von zwei der weltgrößten LNG-Anlagen aus. Während die asiatischen Energiemärkte unter dem Angebotsschock leiden, reagieren Investoren überraschend gelassen auf die operativen Risiken.
Anlagen vom Netz genommen
Der tropische Zyklon Narelle zwang den Energiekonzern am Donnerstag dazu, die Produktion an wichtigen Standorten in Westaustralien zu drosseln oder ganz einzustellen. Auf der Wheatstone-Plattform, die rund 225 Kilometer vor der Küste liegt, wurde das Personal vor dem Eintreffen des Sturms vollständig evakuiert und die Onshore-Gasproduktion ausgesetzt. Die Anlage wird derzeit ferngesteuert.
Auch die größere Gorgon-Anlage auf Barrow Island verzeichnete eine teilweise Unterbrechung. Einer der drei Produktionsstränge musste vom Netz genommen werden, während die anderen beiden vorerst weiterlaufen. Zusammen liefern Gorgon und Wheatstone normalerweise mehr als fünf Prozent des weltweit gehandelten Flüssiggases (LNG). Chevron kündigte an, die volle Produktion erst wieder aufzunehmen, wenn die Sicherheit der Mitarbeiter nach Abzug des Sturms mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Kilometern pro Stunde gewährleistet ist.
Schlimmstmöglicher Zeitpunkt
Der wetterbedingte Ausfall trifft auf einen ohnehin extrem angespannten globalen Energiemarkt. Nach den iranischen Angriffen auf Anlagen in Katar im März und der Blockade der Straße von Hormus war Australien zum wichtigsten LNG-Exporteur aufgestiegen. Besonders das importabhängige Nordasien, allen voran Japan, stützt sich massiv auf australische Lieferungen.
Analysten schätzen, dass der Zyklon eine jährliche Lieferkapazität von über 30 Millionen Tonnen blockiert. Die Folgen sind bereits spürbar: In einigen Teilen Asiens haben sich die LNG-Preise mehr als verdoppelt. Experten des Institute for Energy Economics and Financial Analysis warnen, dass selbst kleinere Produktionsrückgänge in der aktuellen Lage weitreichende Schockwellen durch die globalen Lieferketten senden.
US-Geschäft federt Risiken ab
Trotz dieser massiven operativen Gegenwinde zeigt sich die Aktie unbeeindruckt. Die Papiere markierten am heutigen Freitag mit 183,40 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch und verzeichnen seit Jahresbeginn ein Plus von knapp 38 Prozent. Gestützt wird diese Entwicklung durch steigende Ölpreise und ein robustes US-Geschäft, das als Puffer dient.
Im heimischen Permian-Becken fördert Chevron weiterhin konstant eine Million Barrel Öläquivalent pro Tag. Zudem hat das Management die Gewinnschwelle für Dividenden und Investitionen auf 50 US-Dollar pro Barrel Brent-Rohöl gesenkt. Dieses Polster sorgt für finanzielle Stabilität, selbst wenn die australischen Exportmengen kurzfristig einbrechen. Analysten von InvestingPro stufen den Titel nach der jüngsten Rally mittlerweile als überbewertet ein. Wie stark der aktuelle Produktionsausfall die kommenden Quartalsergebnisse tatsächlich belasten wird, hängt nun maßgeblich davon ab, wie schnell die Offshore-Plattformen nach dem Wochenende wieder sicher bemannt und hochgefahren werden können.
Chevron-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Chevron-Analyse vom 27. März liefert die Antwort:
Die neusten Chevron-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Chevron-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Chevron: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








