Der Jahresbericht 2025 von Graphite One enthüllt mehr als nur steigende Verluste. Tief im Graphite-Creek-Depot in Alaska steckt offenbar ein zweiter Rohstoffschatz — und der könnte die strategische Bedeutung des Projekts erheblich aufwerten.

Verluste steigen, Kapital auch

Der Nettoverlust kletterte im Geschäftsjahr 2025 auf 9,14 Millionen US-Dollar, nach 6,8 Millionen im Vorjahr. Ursache sind gestiegene Ausgaben für die Projektentwicklung. Um die Bilanz zu stärken, platzierte Graphite One im Februar 2026 eine öffentliche Kapitalerhöhung und nahm dabei brutto 35 Millionen kanadische Dollar ein. Die nächsten Quartalszahlen folgen am 24. April 2026.

Was unter dem Graphit steckt

Unabhängige Analysen des Granat-Materials aus dem Graphite-Creek-Depot haben Seltene Erden nachgewiesen — und zwar in beachtlicher Konzentration. 85 Prozent der gefundenen REEs gehören zur Kategorie der Magnet- oder Schweren Seltenen Erden (HREE), darunter Dysprosium, Yttrium und Scandium. Die Bohrkerne stammen aus dem Bereich der geplanten Grube, die bereits in der Machbarkeitsstudie vom Februar 2025 ausgewiesen wurde. Das bedeutet: Eine parallele Förderung von Graphit und Seltenen Erden wäre technisch denkbar.

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Für 2026 plant Graphite One ein Testprogramm mit einem US-amerikanischen Nationallabor, um Extraktionsmethoden für die granat-gebundenen REEs zu entwickeln. Weitere Tests sind mit der University of Alaska Fairbanks und ActLabs geplant.

Geopolitischer Rückenwind

Der Zeitpunkt ist nicht zufällig günstig. China kontrolliert laut IEA 97 Prozent des globalen Graphitmarkts — und sogar 93 Prozent bei Seltenen Erden. Peking hat die Exportbeschränkungen für Magnet-REEs bereits im Februar 2024 verschärft und die Graphit-Ausfuhren im Dezember 2024 weiter eingeschränkt. Graphite Creek wäre damit eines der wenigen Projekte weltweit, das gleich zwei als strategisch eingestufte Rohstoffe des US-amerikanischen Defense Production Act unter einem Dach vereint.

Das Projekt ist als erstes Alaskan Bergbauprojekt im FAST-41-Genehmigungsportal des Bundes gelistet. Der Abschluss der Umweltprüfung wird für September 2026 erwartet. Sollte Graphite One im laufenden Jahr formale Anträge beim US-Exportkreditgeber EXIM einreichen — der bereits unverbindliche Interessensbekundungen über 2,07 Milliarden US-Dollar ausgestellt hat —, könnte der Baubeginn in Alaska bereits 2027 erfolgen. Die verbleibenden 30 Prozent der Projektfinanzierung sind allerdings noch nicht gesichert.

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