Der Krieg sollte Gold beflügeln. Stattdessen drückt er den Preis. Diese kontraintuitive Dynamik bestimmt seit Wochen den Goldmarkt — und erklärt, warum das Metall trotz geopolitischer Eskalation auf Viermonatstiefs gerutscht ist.

Warum der Krieg Gold schadet

Der US-israelische Militärkonflikt mit dem Iran, der im Februar 2026 mit Luftangriffen begann, hat die Ölpreise auf über 112 Dollar pro Barrel getrieben. Steigende Energiekosten befeuern die Inflation — und das zwingt die US-Notenbank, ihre Zinssenkungspläne auf Eis zu legen. Die Fed-Funds-Futures-Märkte preisen inzwischen null Zinssenkungen für 2026 ein, nachdem zu Jahresbeginn noch bis zu drei Senkungen erwartet wurden.

„Der Dollar ist während dieses Konflikts der ultimative sichere Hafen gewesen", sagte Daniel Ghali, Senior Commodity Strategist bei TD Bank. „Das ist schädlich für Gold, da Gold im vergangenen Jahr diese Rolle innehatte." Dollar rauf, Gold runter — beide getrieben vom selben Krieg.

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Zusätzlich Druck kommt von den Treasury-Renditen: Der Februar-PPI kam mit +0,7 % deutlich über den Erwartungen herein und trieb die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen auf 4,42 % — den höchsten Stand seit Juli 2025. Für ein nicht-verzinsliches Asset wie Gold bedeutet das steigende Opportunitätskosten und anhaltenden Verkaufsdruck.

Technisches Bild bleibt angespannt

Gold verlor in der Woche vom 18. bis 20. März rund 11 % — die schlechteste Wochenperformance seit 1983. Seit Kriegsbeginn summiert sich der Rückgang auf mehr als 14 %. Der 50-Tage-Gleitende Durchschnitt bei 4.960 Dollar wurde klar nach unten durchbrochen, der RSI fiel auf die niedrigsten Niveaus seit November 2024.

Aktuell stabilisiert sich der Kurs bei rund 4.388 Dollar, nachdem er zwischenzeitlich bis auf 4.099 Dollar gefallen war. Technisch gesehen befindet sich Gold in offener Luft zwischen dem gebrochenen Fibonacci-Niveau bei 4.654 Dollar und dem nächsten nennenswerten Support bei 4.361 Dollar.

Pepperstone-Strategin Dilin Wu bezeichnete den Rückgang als „Anpassung der Preislogik und keine Umkehr des langfristigen Trends". Die großen Banken teilen diese Einschätzung: J.P. Morgan erwartet bis Ende 2026 einen Goldpreis von 6.300 Dollar, UBS prognostiziert 6.200 Dollar, Goldman Sachs 5.400 Dollar und Deutsche Bank 6.000 Dollar. Kurzfristig dürften die US-PMI-Daten für März sowie weitere Signale aus dem Iran-Konflikt die nächste Richtungsvorgabe liefern.

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