Seit Jahren befindet sich die Welt gefühlt in einem dauerhaften Krisenzustand, der auch die Luftfahrt immer wieder belastete. Das zeigt sich momentan recht anschaulich beim Flughafen Wien, wo aufgrund des Irankriegs diverse Verbindungen ausfallen. Derweil scheinen alte Krisen aber weiter abzuklingen. Die lettische Airline Air Baltic kündigte an, eine Verbindung zwischen Wien-Schwechat und der estländischen Hauptstadt Tallinn wieder aufzunehmen.

Eingestellt wurde die Strecke ursprünglich während der Corona-Pandemie. Dreimal wöchentlich soll das Ganze bedient werden und für Air Baltic ist es nach Flügen zwischen Wien und Riga die zweite Verbindung zur österreichischen Hauptstadt. Die Flugdauer soll bei etwa zweieinhalb Stunden liegen. Erfreut über den weiteren Ausbau zeigte sich Julian Jäger, seines Zeichens Vorstand der Flughafen Wien AG.

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Ein schwacher Trost für den Flughafen Wien

Jede neue Verbindung ist für den Flughafen Wien eine gute Nachricht, insbesondere in ohnehin herausfordernden Zeiten. Abseits der Wirrungen um den Irankrieg kämpft der Standort im laufenden Jahr auch mit dem (teilweisen) Rückzug der Billig-Airlines Wizz Air und Ryanair. Das neue Engagement von Air Baltic wird da auch kaum dafür sorgen, dass die Passagierzahlen nach Rekorden im Jahr 2025 weiter ansteigen können. Gerechnet wird mit einem Rückgang, ehe 2027 wieder auf Wachstum geschaltet werden kann.

Leider lässt sich momentan aber auch Letzteres ein wenig in Zweifel ziehen. Denn der Reisesektor erlebt momentan erheblichen Gegenwind und steigende Preise könnten die Reiselust der Menschen weiter dämpfen. Je länger der Krieg im Iran andauert, desto ungemütlicher wird es auch für den Flughafen Wien. Wohl auch deshalb reagiert die Aktie selbst auf kleinste Hoffnungen für einen Frieden mit grünen Vorzeichen. Am Dienstagmorgen ging es um 0,8 Prozent auf 51,20 Euro aufwärts.

Multiple Krisen

Fundamental war der Flughafen Wien noch bis zum letzten Jahr klar auf Wachstumskurs. Doch der Druck steigt, und er kommt aus gleich mehreren Richtungen. Zuletzt machte Ryanair die Anschaffung von zehn neuen Flugzeugen für den Standort davon abhängig, dass die Politik zusätzliche Abgaben für Passagiere spätestens bis zum 1. Mai vollständig streicht. Der Flughafen Wien hat in der Sache keine Entscheidungsgewalt, könnte aber schwer darunter leiden, sollten die Wünsche von Ryanair nicht erfüllt werden.

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