Die aktuelle Energiekrise sorgte an den Börsen für einige tiefrote Tage, bescherte den Unternehmen aus dem Energiesegment aber tendenziell steigende Kurse. Auch die Aktie der Verbund AG zeigte sich im März stark mit Aufschläge von gut neun Prozent, was den Kurs auf 65,70 Euro am Dienstagvormittag beförderte. Die Anleger scheinen also zuversichtlicher zu werden. Die Analysten der kanadischen RBC schätzen die Lage jedoch etwas anders ein.

Dort stehen (kurzfristige?) Schwankungen an den Energiemärkten eher im Hintergrund. Stattdessen sorgt man sich um einen niedrigeren Output bei der Wasserkraft und einem "schwierigen" Ausblick für das zweite Quartal. In der Prognose der Experten schlagen sich zudem höhere Kosten für Erneuerbare Energien nieder und die höher als erwartete Nettoverschuldung wird ebenfalls als Belastungsfaktor genannt.

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Verbund: Das Kursziel sinkt

Mit dieser Argumentation im Rücken lautet die Empfehlung weiterhin auf "Underperform" und das Kursziel geht sogar noch einmal von 57,50 Euro auf nun nur noch 56,50 Euro zurück. Bei steigenden Kursen und gleichzeitig sinkenden Kurszielen wird damit eine umso schärfere Korrektur in Aussicht gestellt. Stören ließen die Anteilseigner sich davon heute Morgen allerdings nicht. Die Verbund-Aktie konnte ihren letzten Schlusskurs weitgehend verteidigen.

Letztlich stochern im Energiesektor momentan sowohl Anleger als auch gestandene Experten ein wenig im Dunkeln. Denn der bestimmende Faktor dürfte der Krieg im Iran bleiben. Noch immer ist unklar, wie und wann jener enden könnte und welche langfristigen Auswirkungen sich daraus noch ergeben könnten. Solange solche Fragen ungeklärt bleiben, kommen die Aktien von Verbund und anderen Versorgern nicht ohne Fragezeichen aus.

Warten auf die Flut

Recht haben die Analysten jedoch damit, dass die Wasserkraft besonders österreichischen Unternehmen einiges an Kopfzerbrechen bereitet. Im vergangenen Jahr ging die Stromerzeugung aufgrund des trockenen Wetters deutlich zurück. Heftige Schneefälle zu Jahresbeginn konnten an der problematischen Ausgangslage laut Meteorologen noch nicht viel ändern. Das ist durchaus ein Faktor, den es bei der Verbund-Aktie zu berücksichtigen gilt. Es muss aber nicht im Zentrum der Überlegungen liegen, wenn es dafür an anderer Stelle positive Entwicklungen gibt.

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