Flughafen Wien-Aktie: Letzte Chance?
Die österreichische Luftverkehrssteuer bleibt weiterhin unbeliebt unter den Airlines. Wizz Air verabschiedete sich erst kürzlich vom Flughafen Wien und begründete diesen Schritt explizit mit höheren Gebühren am Standort. Ryanair stellte im letzten Herbst noch eine Erweiterung um zehn neue Flugzeuge in Aussicht. Ob diese auch kommen wird, hängt aber stark von der Politik ab. Umsetzen will die irische Airline die Pläne nur, wenn Kosten und Gebühren sinken.
Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, setzte Ryanair der österreichischen Regierung nun auch eine konkrete Frist. Bis zum 1. Mai soll die Abgabe von zwölf Euro je Passagier vollständig entfallen. Andernfalls sollen bisherige Investitionspläne zu Grabe getragen werden. Gleichzeitig kritisierte Ryanair-Manager Andreas Gruber Wien dafür, die staatliche Abgabe lediglich zu prüfen, während andere europäische Länder sie bereits abgeschafft hätten.
Flughafen Wien: Machtlos
Für den Flughafen Wien hängt viel an den weiteren Plänen von Ryanair. Zwar bleibt die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines mit einem Passagieranteil von annähernd 50 Prozent der wichtigste Partner. Ryanair erreichte im vergangenen Jahr aber einen nicht eben geringen Anteil von etwas mehr als 20 Prozent. Jeder Rückgang und jede gestrichene Investition stellt daher die Zukunftspläne des Flughafen Wien hinsichtlich neuen Wachstums ein Stück weit in Frage.
Allzu viel Einfluss hat der Flughafen Wien beim von Ryanair gesetzten Ultimatum leider nicht. Das Management selbst kritisierte hohe Abgaben in der Vergangenheit ebenfalls und versuchte, mit niedrigeren Gebühren im laufenden Jahr gegenzusteuern. Das scheint den Airlines aber nicht auszureichen. So bleibt weiterhin die Gefahr, dass die Passagierzahlen sich rückläufig entwickeln könnte, was letztlich auch die Anleger kaum erfreuen dürfte.
Ein verlorenes Jahr?
Der Flughafen Wien ist sich über all das bewusst und stellt für 2026 nach Rekorden im Vorjahr erst einmal kein Wachstum beim Passagieraufkommen in Aussicht. Als wäre das nicht schon schmerzhaft genug, sorgen nun Sprünge bei Kerosinpreisen und andere Auswirkungen des Irankriegs auch noch für zusätzliche Sorgen. Vor diesem Hintergrund finden die Bullen kaum noch Ansatzpunkte und der Kurs tendiert weiter in Richtung Süden. Am Montagmorgen ging es um 0,4 Prozent bis auf 50,80 Euro zum Handel am Mittag abwärts.
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