Agrana-Aktie: Agrana tut sich schwer mit Margenkontrollen!
Ab Juli sollen in Österreich die Mehrwertsteuern auf Grundnahrungsmittel sinken. Damit dies auch beim Verbraucher ankommt, hat die Regierung gleichzeitig Maßnahmen für mehr Transparenz auf den Weg gebracht. Jene sehen vor, dass Unternehmen entlang der Lebensmittel-Wertschöpfungsketten ihre Margen an die Wettbewerbsbehören mitteilen sollen. Für dieses Vorhaben gibt es in der Branche allerdings nur wenig Begeisterung.
Auf den Seiten der Wiener Börse wird Agrana-Chef Stephan Büttner, der gleichzeitig auch als Fachverbandsobmann der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) in Erscheinung tritt, mit deutlichen Worten zitiert. Die Pläne der Regierung bezeichnet Büttner als "absurd". Nachvollziehen könne er jene vor allem deshalb nicht, weil ein funktionierender Wettbewerb herrsche. Zudem sei offen, welche Margen übermittelt werden sollen und wie dies logistisch umzusetzen ist.
Unverständnis auf breiter Front
Auch den grundlegenden Ansatz kann Agrana nicht nachvollziehen. Die Mehrwertsteuersenkungen seien auf wenige Grundnahrungsmittel beschränkt, doch nun sollen die Margen über die gesamte Wertschöpfungskette abgefragt werden. Rückendeckung erhält der Konzern vom WKÖ-Fachverband der Lebensmittelindustrie. Dort wird vor einer praxisuntauglichen Umsetzung und Wettbewerbsnachteilen für Betriebe gewarnt.
Dass Lebensmittelpreise in Österreich wieder sinken werden, dafür haben die Aussichten sich indes ohnehin noch weiter eingetrübt. Agrana und andere Unternehmen befürchten aufgrund des Kriegs im Nahen Osten steigende Kosten für Energie, Logistik, Düngemittel und Verpackungen. Dies werde laut Agrana zwangsläufig zu Preisanpassungen führen. Wie jene genau ausfallen könnte, sei allerdings noch unklar und vom weiteren Kriegsverlauf abhängig.
Auf Richtungssuche
Ungemütlicher wird es für Agrana wohl in jedem Fall. Die Politik sieht bei Margen genauer hin und die Kosten drohen erneut zu explodieren. Vor diesem Hintergrund schlägt die Agrana-Aktie sich erstaunlich wacker. Am Montag ging es sogar um etwas mehr als ein Prozent aufwärts und die Abschläge im März halten sich bisher in engen Grenzen. Das dürfte aber auch daran liegen, dass die Kurse zuvor aufgrund anhaltender Probleme im Zuckergeschäft bereits heftig abgestraft wurden.
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