Fiserv versucht nach einem schwachen Jahr 2025 das Vertrauen am Markt zurückzugewinnen. Heute meldet der Zahlungs- und Fintech-Spezialist gleich zwei strategisch wichtige Schritte: eine vertiefte Partnerschaft mit Microsoft und den Start des Analytics-Tools „Unknown Shopper“ auf der NRF 2026 in New York. Beides soll zeigen, dass der Konzern seine Technologieplattform modernisiert und neue Erlösquellen erschließt.

  • Vertiefte KI-Allianz mit Microsoft (Microsoft 365 Copilot, Azure AI Foundry)
  • Launch des „Unknown Shopper“-Tools für stationären Handel
  • Aktie rund 67 % unter 52‑Wochen-Hoch, Turnaround-Plan unter Beobachtung
  • Analysten bleiben nach dem schwierigen Jahr 2025 vorerst vorsichtig

KI-Integration und neue Produkte

Kern der heutigen Meldungen ist eine umfassende Allianz mit Microsoft zur breiten Einführung von Künstlicher Intelligenz bei Fiserv. Seit heute setzt das Unternehmen weltweit Microsoft 365 Copilot und Azure AI Foundry ein. Ziel ist es, Entwicklungsprozesse zu beschleunigen und KI-basierte Zahlungslösungen schneller in den Markt zu bringen.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Fiserv?

Besonderer Fokus liegt auf Anwendungen zur Betrugserkennung und zur personalisierten Ansprache von Händlern und deren Kunden. Durch kürzere Entwicklungszyklen sollen neue Funktionen schneller bei den Kunden ankommen und damit die Wettbewerbssituation verbessern.

Parallel dazu hat Fiserv auf der Branchenmesse NRF in New York die Analytics-Lösung „Unknown Shopper“ vorgestellt. Das Produkt adressiert ein bekanntes Problem im stationären Handel: das Verhalten anonymer Laufkundschaft besser zu verstehen. Fiserv nutzt dafür seinen umfangreichen Bestand an kartengestützten Präsenztransaktionen, um Händlern segmentierte Kundeneinblicke zu liefern und Marketingmaßnahmen gezielter zu steuern.

Zu den heutigen Ankündigungen passen weitere Schritte im Bereich „Agentic Commerce“. Bereits Anfang des Monats hat Fiserv die Zusammenarbeit mit Mastercard für KI-gestützten, autonomen Handel ausgebaut, nachdem Ende Dezember ein ähnliches Projekt mit Visa gestartet wurde. Zusammengenommen signalisiert dies einen klaren Fokus auf moderne, KI-basierte Commerce-Lösungen.

Rückblick: Schwaches Jahr 2025

Die aktuellen Maßnahmen stehen klar im Zeichen eines Neustarts nach einem sehr schwachen Börsenjahr 2025. Analysten sprachen im Rückblick von einem „schrecklichen“ Jahr für Aktionäre. Vom 52‑Wochen-Hoch um 238 US‑Dollar ist die Aktie etwa 67 % gefallen und wird derzeit in der Nähe von 70 US‑Dollar gehandelt.

Damit steht das Management unter erheblichem Druck, Fortschritte beim Turnaround-Programm „One Fiserv“ sichtbar zu machen. Die Bewertung hat sich deutlich nach unten angepasst, die Aktie notiert klar unter ihrer 200‑Tage-Linie.

Marktbeobachter sehen die strategische Ausrichtung auf KI und Datenmonetarisierung grundsätzlich positiv, ordnen Fiserv aber weiter in einer „Beweisphase“ ein. Große Analysehäuser haben ihre Einstufungen zuletzt überwiegend auf „Halten“ belassen. Begründung sind die schwache Marge im vergangenen Jahr und operative Fehlleistungen, die nun durch Effizienzmaßnahmen und technologische Partnerschaften aufgearbeitet werden sollen.

Ausblick: Nächster Test bei den Zahlen

Kurzfristig richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Resonanz des „Unknown Shopper“-Produkts, während die NRF-Messe noch bis morgen läuft. Entscheidend wird sein, ob Fiserv aus dem KI-Fokus und den neuen Lösungen messbare Effizienzgewinne und damit Margenverbesserungen ableiten kann.

Der nächste klare Meilenstein ist der anstehende Quartalsbericht. Erste Analystenkommentare deuten auf einen zweistelligen Gewinnrückgang hin, da die Kosten der Transformation zunächst auf die Profitabilität drücken. Gelingt es Fiserv jedoch, die Kooperationen mit Microsoft, Mastercard und Visa zügig in konkrete Anwendungen und Umsätze zu übersetzen, könnte dies die Prognosen stützen und die Grundlage für eine Stabilisierung der Aktie im weiteren Jahresverlauf legen.

Fiserv-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Fiserv-Analyse vom 12. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Fiserv-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Fiserv-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Fiserv: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...