Bayer Aktie: Gericht entscheidet
Bayer hat am 4. März 2026 nicht nur die Jahreszahlen für 2025 vorgelegt, sondern auch eine vorläufige Gerichtsgenehmigung für den Glyphosat-Vergleich erhalten. Die operative Entwicklung zeigt Stabilität, doch die finanziellen Belastungen durch Rechtsstreitigkeiten bleiben das dominierende Thema. Der freie Cashflow wird 2026 erstmals seit Jahren negativ ausfallen.
US-Gericht billigt Roundup-Vergleich vorläufig
Ein US-Richter hat dem 7,25-Milliarden-Dollar-Vergleichsvorschlag zur Beilegung tausender Roundup-Klagen eine vorläufige Genehmigung erteilt. Die Vereinbarung soll sowohl aktuelle als auch künftige Schadensersatzforderungen abdecken – ohne Schuldeingeständnis. Bis zur endgültigen Zustimmung bleiben jedoch Hürden: Erste Klägergruppen haben bereits Widerstand angekündigt. Die jurische Unsicherheit besteht fort.
Jahresbilanz: Operativ im Plan, unterm Strich tiefrot
Der Konzernumsatz 2025 erreichte 45,6 Milliarden Euro, währungs- und portfoliobereinigt ein Plus von 1,1 Prozent. Das EBITDA vor Sonderposten sank auf 9,7 Milliarden Euro. Unter dem Strich stand ein Nettoverlust von 3,6 Milliarden Euro – verursacht durch hohe Sonderbelastungen aus Rechtsstreitigkeiten. Der freie Cashflow brach um 33 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro ein.
Die Nettofinanzverschuldung kletterte auf 29,8 Milliarden Euro. Für das Geschäftsjahr 2025 schlägt der Vorstand eine Dividende von 0,11 Euro je Aktie vor – unverändert zum Vorjahr.
Crop Science übertrifft Erwartungen
Das Agrargeschäft lieferte die stärkste Entwicklung. Im vierten Quartal erzielte Crop Science einen Umsatz von 5,4 Milliarden Euro und übertraf damit die Analystenschätzung von 5,2 Milliarden Euro. Im Gesamtjahr stiegen die Erlöse auf 21,6 Milliarden Euro. Besonders das Mais-Segment legte um 13 Prozent zu, getragen von starker Produktperformance und der Beilegung einer Lizenzvereinbarung.
Ausblick 2026: Cashflow-Einbruch durch Rechtskosten
Bayer erwartet auf währungsbereinigter Basis einen Umsatz zwischen 45 und 47 Milliarden Euro sowie ein EBITDA vor Sonderposten von 9,6 bis 10,1 Milliarden Euro. Auf Basis der Stichtagskurse vom 31. Dezember 2025 liegt die Prognose bei 44 bis 46 Milliarden Euro Umsatz und 9,1 bis 9,6 Milliarden Euro EBITDA. Die Abweichung geht auf Währungseffekte zurück.
Der freie Cashflow wird 2026 zwischen minus 2,5 und minus 1,5 Milliarden Euro erwartet – belastet durch rund 5 Milliarden Euro an Auszahlungen im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten. Die Nettofinanzverschuldung soll zum Jahresende auf 32 bis 33 Milliarden Euro steigen. In der Pharmasparte sollen die Wachstumsprodukte Nubeqa und Kerendia währungsbereinigt um rund 50 Prozent zulegen.
Gegenbewegung durch Sparprogramm
Das Effizienzprogramm Dynamic Shared Ownership zeigt Wirkung. Allein 2025 wurden die Kosten um weitere 700 Millionen Euro reduziert. Die angestrebten Einsparungen von 2 Milliarden Euro würden planmäßig erreicht, so Arbeitsdirektorin Heike Prinz.
Die vorläufige Gerichtsgenehmigung ist ein wichtiger Schritt zur Begrenzung der Klagewelle. Doch die endgültige Lösung bleibt offen. Für 2026 steht der massive Cashflow-Abfluss durch Rechtskosten im Vordergrund – während das operative Kerngeschäft erste Stabilisierungssignale aussendet. Die Aktie steht weiter unter Druck.
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