BYD präsentiert seine ehrgeizigste Produktoffensive seit Jahren. Der weltgrößte Elektroautohersteller stellte am 5. März in Shenzhen gleich vier zentrale Technologieplattformen vor – darunter eine neue Batteriegeneration und ultraschnelle Ladetechnologie. Der Zeitpunkt ist kritisch: BYD meldete für Februar einen Absatzeinbruch um 41 Prozent auf dem Heimatmarkt.

Blade Battery 2.0 und Megawatt-Laden

Die zweite Generation der Blade-Batterie setzt weiterhin auf Lithium-Eisenphosphat-Chemie, erreicht aber nun eine Energiedichte von bis zu 210 Wh/kg – gegenüber rund 150 Wh/kg bei der Vorgängerversion. BYD hat zwei Zellvarianten entwickelt: eine für Laderaten von 8C bis 10C optimierte Kurzversion und ein längeres Format für maximale Reichweiten über 1.000 Kilometer nach CLTC-Zyklus.

Das Megawatt Flash Charging 2.0 System liefert Spitzenleistungen von 1.500 kW bei 1.000-Volt-Architektur. In fünf Minuten sollen 400 Kilometer Reichweite nachgeladen werden können. BYD plant bis Ende 2026 den Aufbau von 4.000 solcher Ladestationen in China und rund 3.000 in Europa.

Ergänzt wird die Technologiepalette durch DiPilot 5.0 – eine Weiterentwicklung des "God's Eye" Fahrassistenzsystems mit Ende-zu-Ende-KI-Workflow – sowie DM-i 6.0, die sechste Generation von BYDs Plug-in-Hybrid-Plattform.

Modelloffensive über alle Marken

BYD bringt zeitgleich eine Produktwelle auf den Markt. Der Seal 07 EV startet offiziell mit 69,07 kWh Akkukapazität, 240 kW Leistung und 705 Kilometer CLTC-Reichweite. Das Fahrzeug verfügt über ein Dach-LiDAR und das neue DiPilot 5.0 System.

Der überarbeitete Denza Z9 GT erreicht mit einem 122,5 kWh Akku und 370 kW Motor eine Reichweite von 1.036 Kilometern – Rekord für ein Serienfahrzeug. Auch die Premiummarke Yangwang erhielt Updates: Der U7 in reiner Elektroversion kommt mit 150,01 kWh auf bis zu 1.006 Kilometer Reichweite.

Mit dem Datang debütierte zudem das erste D-Klasse-Flaggschiff-SUV der Dynasty-Reihe.

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Export-Boom kompensiert Heimmarkt-Schwäche

BYD durchlebt eine Zäsur: Während die Inlandsverkäufe den stärksten Rückgang seit der Pandemie verzeichnen, übertrafen die Exporte im Februar erstmals die heimischen Absätze. BYD exportierte 100.600 Fahrzeuge – ein Plus von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr und der vierte Monat in Folge über der 100.000er-Marke.

In Europa legte BYD im Januar besonders stark zu. Die Neuzulassungen in EU, Großbritannien und EFTA-Staaten verdreifachten sich nahezu auf über 18.000 Einheiten. Damit überholte BYD Tesla, dessen Registrierungen um 17 Prozent sanken.

Die Produktion im ungarischen Werk läuft bereits im Testbetrieb, die Serienfertigung startet im zweiten Quartal. In Deutschland will BYD sein Händlernetz von 120 auf 300 Standorte bis Jahresende ausbauen.

Steuerbelastung drückt auf Nachfrage

Seit Jahresbeginn belastet eine neue fünfprozentige Kaufsteuer auf Elektrofahrzeuge die chinesische Nachfrage. Kombiniert mit auslaufenden Subventionsprogrammen erhöht dies den Preisdruck. BYD reagierte mit Niedrigzins-Finanzierungen über bis zu sieben Jahre Laufzeit.

Besonders hart traf es die Plug-in-Hybride mit einem Minus von 44 Prozent. Reine Elektrofahrzeuge gingen um 36 Prozent auf etwa 79.539 Einheiten zurück.

Analysten erwarten Erholung

Trotz des Absatzrückgangs legte die BYD-Aktie am Montag in Hongkong um über vier Prozent zu – der stärkste Tagesgewinn seit einem Jahr. Auslöser war eine knappe Ankündigung der Technologieveranstaltung auf der chinesischen Plattform WeChat.

Deutsche Bank-Analysten hatten bereits am 23. Februar in einer Studie darauf hingewiesen, dass sie Ladesysteme der zweiten Generation an Autobahnstandorten beobachtet hätten. Sie prognostizieren für 2026 eine Absatzerholung um sechs Prozent auf 4,9 Millionen Fahrzeuge.

Am 25. März veröffentlicht BYD die nächsten Geschäftszahlen.

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