Nach einem schwachen Jahr 2025 mehren sich die Signale, dass größere Adressen wieder verstärkt bei Fiserv zugreifen. Neue Pflichtmitteilungen zeigen deutliche Zukäufe institutioneller Investoren, begleitet von einer Einstufungsänderung durch Zacks Research. Entscheidend wird nun, ob sich daraus tatsächlich eine belastbare Stabilisierung der Aktie ableiten lässt.

Mehr Rückenwind von Großinvestoren

Der wichtigste Impuls kommt von einem klar höheren Engagement institutioneller Anleger. Laut einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung hat Focused Investors LLC seine Position im dritten Quartal um 22,5 % aufgestockt. Der Investor erwarb zusätzlich rund 288.700 Aktien und hält nun etwa 1,57 Millionen Papiere im Wert von rund 202,6 Mio. US‑Dollar.

Zacks Research reagierte parallel mit einer Hochstufung der Aktie von "Strong Sell" auf "Hold". Diese Änderung signalisiert eine neutralere Sicht auf den Titel, nachdem Fiserv in den vergangenen zwölf Monaten vor allem mit Gegenwind zu kämpfen hatte.

Auch andere Adressen haben ihre Positionen angepasst. Nordea Investment Management AB meldete bereits zuvor eine Aufstockung. Zudem hatten im Schlussquartal 2025 der Finanzvorstand Paul M. Todd und Aufsichtsratsmitglied Lance M. Fritz Aktien zugekauft. Die anhaltenden Käufe durch Institutionelle und Insider stützen die Wahrnehmung, dass das aktuelle Bewertungsniveau für langfristige Investoren attraktiv erscheint.

Bewertung nach starkem Kursrückgang

Die Aktie notiert derzeit im Bereich von 66 US‑Dollar und damit deutlich unter den Höchstständen der vergangenen zwölf Monate. Über das letzte Jahr summiert sich der Rückgang auf rund 67 %, die Marktkapitalisierung liegt nun bei etwa 36,3 Mrd. US‑Dollar.

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In den vergangenen zwei Wochen hat der Kurs zwischen 66 und 69 US‑Dollar seitwärts tendiert und weiteren Abgabedruck bislang abgefedert – obwohl der Zahlungsverkehrssektor insgesamt unter Beobachtung steht. Die Bewertung ist spürbar gesunken: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt aktuell bei etwa 10 und damit auf einem Niveau, das gerade für wertorientierte Investoren wie Focused Investors LLC interessant sein dürfte.

Produkte und Partnerschaften als Impulsgeber

Auf der Produktseite treibt Fiserv die Entwicklung neuer Lösungen voran. Am 9. Januar stellte das Unternehmen "Unknown Shopper" vor, ein Analyse-Tool, mit dem Händler Kundenverhalten im stationären Handel auch ohne Bonusprogramme auswerten können.

Bereits am 8. Januar hatte Fiserv eine Kooperation mit Microsoft angekündigt. Ziel ist es, künstliche Intelligenz breit in die Plattformen von Fiserv zu integrieren, um Produktivität und Mehrwert für Kunden zu erhöhen.

Ausblick und zentrale Marken

Der nächste wichtige Termin ist der anstehende Quartalsbericht, der für Anfang Februar (erwartet am 4. Februar 2026) angesetzt ist. Dann wird sich zeigen, ob sich die operativen Belastungen aus 2025 abschwächen und ob erste Effekte aus den KI‑Initiativen erkennbar sind.

Analysten bleiben insgesamt zurückhaltend, der Durchschnitt der Einschätzungen liegt im Bereich "Hold". Die Hochstufung durch Zacks und die deutlichen Zukäufe institutioneller Investoren deuten jedoch darauf hin, dass sich das Chance-Risiko-Verhältnis aus Marktsicht verbessert haben könnte. Aus technischer Sicht gilt der Bereich um 70 US‑Dollar als kurzfristig wichtige Marke für einen Ausbruch aus der aktuellen Seitwärtsphase, während die Zone um 60 US‑Dollar eine zentrale Unterstützung darstellt.

Mit einem Kurs nahe Mehrjahrestiefs, einem deutlich reduzierten Bewertungsniveau und verstärkter Nachfrage großer Adressen startet Fiserv in die zweite Januarhälfte mit der Perspektive auf eine mögliche Stabilisierung, deren Belastbarkeit sich mit den Zahlen Anfang Februar konkret überprüfen lässt.

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