Fiserv Aktie: Gegenwind bleibt
Die Fiserv-Aktie steckt in einer schwierigen Phase. Auf der einen Seite laufen Untersuchungen einer Aktionärskanzlei wegen möglicher Pflichtverletzungen des Vorstands. Auf der anderen Seite nutzen mehrere Top-Manager den Kursrückgang für größere Aktienkäufe. Der Kurs liegt deutlich unter den Jahreshochs, was den Konflikt zwischen rechtlichem Druck und internem Vertrauen klar zeigt.
Aktionärsklage und Untersuchung
Die Kanzlei Bragar Eagel & Squire, P.C., spezialisiert auf Aktionärsrechte, untersucht derzeit mögliche Verstöße gegen treuhänderische Pflichten durch den Verwaltungsrat von Fiserv. Grundlage ist eine Sammelklage, die am 4. November 2025 eingereicht wurde.
Im Mittelpunkt stehen Vorwürfe, Fiserv habe irreführende Aussagen gegenüber dem Markt gemacht. Konkret soll die Prognose für 2025 auf Annahmen basiert haben, die „objektiv schwer zu erreichen“ gewesen seien. Anleger könnten dadurch Wertpapiere des Unternehmens zu künstlich aufgeblähten Preisen erworben haben.
Die Untersuchung zielt damit auf die Frage, ob das Management seine Sorgfaltspflichten gegenüber den Aktionären verletzt hat und ob die Kommunikationspolitik rund um die Prognoseveröffentlichung angemessen war.
Deutliche Insiderkäufe
Parallel zu den rechtlichen Problemen kam es zu auffälligen Insiderkäufen. Diese werden häufig als Signal gewertet, dass das Management an langfristige Chancen glaubt.
- Finanzvorstand (CFO) Paul M. Todd erwarb 17.000 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 62,41 US-Dollar je Anteilsschein. Das Transaktionsvolumen lag damit bei über 1 Mio. US-Dollar.
- Insider Adam L. Rosman kaufte zusätzlich 7.900 Aktien.
- In den vergangenen 90 Tagen summierten sich Insiderkäufe auf 34.900 Aktien mit einem Gegenwert von rund 2,21 Mio. US-Dollar.
Damit bauen zentrale Führungskräfte ihre Beteiligung aus, obwohl das Unternehmen gleichzeitig unter externem Druck steht. Institutionelle Investoren halten derzeit rund 90,98 % der ausstehenden Aktien.
Klare Abwärtsbewegung im Kurs
Trotz der Insiderkäufe zeigt der Kursverlauf ein deutlich anderes Bild. Die Fiserv-Aktie notiert spürbar unter ihrer 200-Tage-Linie von 110,92 US-Dollar. Der 52-Wochen-Korridor reicht von 238,59 US-Dollar auf der Oberseite bis 59,56 US-Dollar auf der Unterseite – ein starker Rückgang, der die anhaltenden Verkäufe der vergangenen Monate widerspiegelt.
Auch die Analystenstimmung fällt verhalten aus. Der Konsens lautet derzeit auf „Hold“. Morgan Stanley stufte die Aktie zuletzt von „Overweight“ auf „Equal Weight“ ab. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei 86,25 US-Dollar.
Gleichzeitig arbeitet Fiserv an strategischen Projekten, etwa an einer vertieften KI-Zusammenarbeit mit Microsoft. Am Markt überwiegt aktuell jedoch offenbar die Skepsis mit Blick auf Umsetzungsrisiken und die Diskussion um die Prognose für 2025.
Im weiteren Verlauf dürfte entscheidend sein, wie sich das juristische Verfahren rund um die Sammelklage entwickelt und ob Fiserv seine Ziele für 2025 trotz der angezweifelten Annahmen erreichen kann.
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