D-Wave stellt sich zum Start ins neue Jahr breiter auf: Ein neuer Branchenverbund im Südosten der USA, der Abschluss einer wichtigen Übernahme und ein stärkerer Fokus auf Regierungsaufträge verändern gerade das Profil des Unternehmens. Gleichzeitig lieferte der jüngste Quartalsbericht enttäuschende Umsätze – aber auffallend starke neue Auftragseingänge. Wie passt das zusammen?

Neuer Verbund im Südosten

D-Wave ist Gründungsmitglied der Southeastern Quantum Collaborative (SQC). In dem Bündnis arbeiten unter anderem die University of Alabama in Huntsville, Davidson Technologies, IBM und die Alabama A&M University zusammen. Ziel ist es, Quanten-Technologie in der Region schneller in die Anwendung zu bringen und parallel Fachkräfte für die Kommerzialisierung aufzubauen.

Für D-Wave ist das auch operativ anschlussfähig: Davidson Technologies betreibt am Standort Huntsville ein D-Wave-Advantage2-System. Die Mitgliedschaft unterstreicht zudem den zuletzt betonten Ausbau der Präsenz im US-Regierungs- und Verteidigungsumfeld.

Quartalszahlen: Umsatz verfehlt, Bookings ziehen an

Im Q4-Bericht (veröffentlicht vor Börsenstart am 26. Februar) blieb D-Wave unter den Erwartungen der Wall Street. Der Umsatz lag bei 2,8 Mio. US-Dollar, erwartet wurden rund 3,7 Mio. US-Dollar. Der bereinigte Verlust (Non-GAAP) betrug 0,09 US-Dollar je Aktie, während der Konsens bei einem Minus von 0,06 US-Dollar lag.

Auf Jahressicht meldete das Unternehmen 2025 einen Umsatz von 24,6 Mio. US-Dollar. Die Bookings, die als Indikator für künftige Umsätze gelten, sanken allerdings um 22% auf 18,7 Mio. US-Dollar. Gleichzeitig betonte D-Wave ein Umsatzwachstum von 179% und einen Anstieg des Bruttogewinns um 265% gegenüber dem Vorjahr. Zudem habe man 2025 mit der höchsten Liquiditätsposition der Firmengeschichte abgeschlossen: insgesamt über 884 Mio. US-Dollar.

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Auffällig ist der Jahresstart: Allein im Januar kamen laut Unternehmen mehr als 30 Mio. US-Dollar an Bookings hinzu. Bis zum 25. Februar überstiegen die Bookings seit Jahresbeginn im ersten Quartal bereits 32,8 Mio. US-Dollar. Außerdem verwies D-Wave auf stärkeres Wachstum in der zweiten Jahreshälfte – das stützte die Stimmung trotz des schwächeren Q4.

Übernahme und Regierungsfokus

Anfang 2026 schloss D-Wave die Übernahme von Quantum Circuits, Inc. ab. Der Kaufpreis beträgt 550 Mio. US-Dollar und setzt sich aus 300 Mio. US-Dollar in D-Wave-Stammaktien sowie 250 Mio. US-Dollar in bar zusammen. Quantum Circuits bringt eine Gate-Model-Technologie ein, die laut Darstellung des Unternehmens mit integrierter „Erasure Detection“ 90% auftretender Fehler erkennt und Gate-Fidelities von über 99,9% erreicht. D-Wave positioniert sich damit künftig zweigleisig: Annealing-Plattform plus Gate-Model-Ansatz.

Parallel gründete das Unternehmen eine neue Geschäftseinheit, die die Einführung von Produkten und Services speziell in US-Behörden vorantreiben soll. Die Einheit wird von Jack Sears Jr. geführt, der laut Unternehmen mehr als 25 Jahre Erfahrung im Government- und Public-Sector-Geschäft mitbringt, insbesondere in Verteidigung und Luft- und Raumfahrt.

Finanziell bleibt der Spagat sichtbar: 2025 lag der negative Free Cashflow bei 75,8 Mio. US-Dollar, 69% mehr Mittelabfluss als 2024. Dem steht eine große Liquiditätsbasis gegenüber: 635,3 Mio. US-Dollar in Cash und Cash-Äquivalenten plus 249,1 Mio. US-Dollar an handelbaren Wertpapieren (zusammen über 884 Mio. US-Dollar).

Nach dem Q4-Bericht senkten Evercore ISI und Mizuho ihre Kursziele. Rückenwind kam dagegen aus dem Sektor: Die Quartalszahlen von IonQ fielen deutlich besser aus als erwartet und stützten damit Käufe bei Quanten-Aktien insgesamt. Laut S&P Global Market Intelligence rechnen die meisten erfassten Analysten weiterhin damit, dass D-Wave ab 2028 einen positiven Free Cashflow erreichen könnte.

Zum Start in das laufende Quartal trifft damit viel zusammen: Dual-Plattform-Strategie, neue Struktur für das US-Regierungsgeschäft und hohe frühe Bookings. Der nächste Prüfstein bleibt, ob sich die starken Auftragseingänge im weiteren Jahresverlauf belastbar in Umsatz umsetzen – insbesondere mit Blick auf die in Aussicht gestellte stärkere zweite Jahreshälfte.

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