BioNTech Aktie: Technologieeinsatz überprüft
BioNTech steht mitten in einem intensiven Rechtsstreit um mRNA-Patente – und das nur wenige Tage, bevor das Unternehmen seine Jahreszahlen für 2025 vorlegt. Während Konkurrent Moderna gerade einen milliardenschweren Patentstreit beigelegt hat, läuft die Klage zwischen den beiden mRNA-Pionieren unvermindert weiter.
Modernas Milliarden-Deal – BioNTechs Klage läuft
Am 3. März 2026 einigte sich Moderna mit Genevant Sciences und Arbutus Biopharma auf einen Vergleich über bis zu 2,25 Milliarden US-Dollar. Streitpunkt war die Lipid-Nanopartikel-Technologie (LNP), die für die Auslieferung des mRNA-Wirkstoffs im COVID-19-Impfstoff verwendet wird. Moderna zahlt 950 Millionen Dollar im Juli 2026, weitere 1,3 Milliarden Dollar könnten folgen.
Doch dieser Vergleich berührt nicht den Konflikt zwischen BioNTech und Moderna. BioNTech wirft Moderna vor, mit dem COVID-19-Impfstoff der nächsten Generation, mNEXSPIKE, ein eigenes Patent zu verletzen. Das betroffene Patent betrifft ein mRNA-Design, das nur Schlüsselabschnitte des Coronavirus-Spike-Proteins nutzt statt der vollständigen Version. Laut BioNTech ermöglicht dieser Ansatz niedrigere Impfdosen bei gleichbleibender Wirksamkeit.
Die finanziellen Dimensionen sind erheblich: Moderna erwartet, dass mNEXSPIKE in der Atemwegsvirus-Saison 2025–2026 rund 55 Prozent der COVID-19-Impfstoffumsätze generiert. BioNTech fordert Schadenersatz, verzichtet aber wie üblich auf ein Verkaufsverbot des Konkurrenzprodukts.
Jahreszahlen am 10. März
Am 10. März 2026 legt BioNTech die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor. Das Unternehmen verfügte zum 31. Dezember 2025 über liquide Mittel und Wertpapiere in Höhe von 17,2 Milliarden Euro. Die Umsatzprognose für 2025 liegt bei 2,6 bis 2,8 Milliarden Euro. Für 2026 rechnet BioNTech nicht mit Produkterlösen aus der Onkologie.
Im dritten Quartal 2025 hatte BioNTech einen Umsatz von 1,52 Milliarden Euro erzielt, bei einem Nettoverlust von 28,7 Millionen Euro. Die kumulierten Umsätze bis September erreichten 1,96 Milliarden Euro.
Onkologie als strategischer Schwerpunkt
Langfristig setzt BioNTech auf Krebsmedikamente. Auf der J.P. Morgan Healthcare Conference skizzierte das Unternehmen seine Prioritäten für 2026: Beschleunigung von Studien in fortgeschrittener Phase, Kombinationstherapien und Fokussierung auf Lungen-, Brust-, Magen-Darm- sowie urogenitale und gynäkologische Krebsarten. Bis Jahresende 2026 sollen 15 Phase-3-Studien laufen, sieben Studienergebnisse werden noch in diesem Jahr erwartet.
Die kürzlich abgeschlossene Übernahme von CureVac soll die mRNA-Fähigkeiten stärken und die Onkologie-Strategie unterstützen, einschließlich der gemeinsamen Entwicklung von Pumitamig mit Bristol Myers Squibb. Mit der Ernennung von Kylie Jimenez zur Chief People Officer ab dem 1. März 2026 richtet sich BioNTech personell auf das Ziel aus, ein Multi-Produkt-Onkologie-Unternehmen zu werden.
Goldman Sachs stufte BioNTech Mitte Januar 2026 herauf, während Leerink Anfang Februar auf "Market Perform" zurückging – mit der Begründung, der jüngste Kursanstieg lasse weniger Spielraum nach oben. Die nächsten Tage dürften zeigen, wie Investoren die Kombination aus Patentstreit, Geschäftszahlen und Pipeline-Fortschritten bewerten.
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