Donald Trump drängt die US-Ölindustrie zu Milliarden-Investments in Venezuela. Doch ausgerechnet Exxon-Chef Darren Woods bremst öffentlich – und macht deutlich: Die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen machen Investitionen derzeit unmöglich.

Das Treffen im Weißen Haus am Freitag offenbarte den Spagat, in dem sich die Ölkonzerne befinden. Trump forderte mindestens 100 Milliarden Dollar an Investitionen und drohte den anwesenden Managern unverhohlen: Wer nicht mitmache, werde ersetzt – 25 andere Interessenten stünden bereit. Nach Ausschluss der Presse verkündete der US-Präsident eine angebliche Einigung über "Hunderte von Milliarden Dollar". Konkrete Details? Fehlanzeige.

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Technische Hürden und marode Infrastruktur

Woods signalisierte trotz der präsidialen Drohkulisse Gesprächsbereitschaft. Er betonte, technische Teams müssten zunächst den tatsächlichen Zustand der venezolanischen Ölindustrie bewerten. Das ist keine Floskel: Venezuelas Infrastruktur liegt nach Jahren der Misswirtschaft am Boden. Die 303 Milliarden Barrel Reserven – die größten weltweit – bestehen überwiegend aus Schweröl, das nur mit Spezialtechnik verarbeitet werden kann.

Mehrere Raffinerien an der US-Golfküste verfügen über diese Technologie. Der Wiederaufbau der venezolanischen Förderanlagen dürfte jedoch Jahre dauern und massive Investitionen verschlingen. Experten bezweifeln, dass sich die rechtliche Unsicherheit und das politische Risiko kurzfristig auflösen lassen.

Leere Versprechungen oder Kehrtwende?

Trump verspricht eine "sehr gute Zusammenarbeit" zwischen den USA und Venezuela. Doch seine Ankündigung bleibt vage – eine verbindliche Vereinbarung stellte er nicht vor. Die Diskrepanz zwischen Woods' nüchterner Einschätzung und Trumps Optimismus zeigt: Hier prallen Wunschdenken und wirtschaftliche Realität aufeinander.

Für Exxon Mobil bedeutet das eine heikle Gratwanderung zwischen politischem Druck aus Washington und betriebswirtschaftlicher Vernunft. Solange Venezuela keine verlässlichen Investitionsbedingungen schafft, dürfte der Konzern auf der Bremse bleiben.

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