Siemens Energy Aktie: Machtkampf eskaliert
Siemens Energy feiert die Rückkehr zur Dividende – doch hinter den Kulissen tobt ein Konflikt über die Zukunft der Windkraftsparte Gamesa. Während die operativen Zahlen Rekorde brechen, stehen sich Aktivisten und Großaktionäre unversöhnlich gegenüber.
Dividende beschlossen, Gamesa bleibt Streitthema
Mit 99,99 Prozent der Stimmen segneten die Aktionäre auf der Hauptversammlung in Berlin die erste Dividende seit 2022 ab: 0,70 Euro je Aktie. Die Ausschüttung basiert auf einem Nettoergebnis von 1,7 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2025.
Doch die Harmonie täuscht. Der US-Aktivist Ananym Capital fordert seit Dezember die Abspaltung von Siemens Gamesa. Die defizitäre Windkrafttochter sei eine Belastung, argumentiert der Investor. Deutsche Großaktionäre wie DWS, Deka und Union Investment konterten deutlich: Erst müsse Gamesa operativ stabilisiert werden, bevor strategische Optionen diskutiert werden können.
Die jüngsten Zahlen geben beiden Seiten Argumente. Gamesa verbesserte das operative Ergebnis auf minus 46 Millionen Euro – ein Fortschritt, aber noch immer rote Zahlen. Das Management bekräftigte das Ziel, im laufenden Geschäftsjahr 2026 den Break-even zu erreichen. Scheitert dieser Plan, dürfte der Druck auf eine Trennung massiv zunehmen.
Rekordquartal stützt das Kerngeschäft
Die Diskussion um Gamesa läuft vor dem Hintergrund außergewöhnlich starker Zahlen. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 kletterte der Auftragseingang um 34 Prozent auf 17,6 Milliarden Euro. Haupttreiber war Gas Services mit 102 gebuchten Gasturbinen – dem stärksten Quartal der Firmengeschichte.
Der Umsatz legte um knapp 13 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro zu. Das Ergebnis vor Sondereffekten mehr als verdoppelte sich auf 1,2 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand erreichte 146 Milliarden Euro, das Book-to-Bill-Verhältnis lag bei 1,82.
CEO Christian Bruch kündigte zudem ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu sechs Milliarden Euro bis Ende 2028 an. Parallel investiert der Konzern rund eine Milliarde US-Dollar in US-Fertigungskapazitäten für Netz- und Gasturbinentechnik.
Gamesa entscheidet über die nächste Phase
Für das Gesamtjahr 2026 peilt Siemens Energy ein Umsatzwachstum von 11 bis 13 Prozent sowie einen Nettogewinn zwischen drei und vier Milliarden Euro an. Analysten liegen im Schnitt bei 43,9 Milliarden Euro Umsatz und 3,2 Milliarden Euro Gewinn.
Die kommenden Quartalsergebnisse werden zeigen, ob Gamesa tatsächlich die Verlustzone verlässt. Gelingt der Break-even, könnte das Management die Kritiker vorerst beruhigen. Scheitert der Plan, dürfte die Debatte über eine Abspaltung an Schärfe gewinnen.
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