Exxon Mobil Aktie: Venezuela-Poker auf Messers Schneide
Die US-Militäroperation in Venezuela hat die Karten für Exxon Mobil völlig neu gemischt. Während Trump große Versprechen macht, zeigt sich bei genauerem Hinsehen: Der Weg zu venezolanischem Öl ist steiniger als gedacht.
Am frühen Samstagmorgen griffen US-Spezialeinheiten Venezuela an und nahmen Präsident Nicolás Maduro fest. Trump verkündete umgehend, dass amerikanische Ölkonzerne bereit seien, Milliarden in die marode venezolanische Öl-Infrastruktur zu pumpen. Für Exxon Mobil könnte das theoretisch eine historische Chance bedeuten – immerhin wurden die Vermögenswerte des Konzerns in den 2000er Jahren von der venezolanischen Regierung enteignet.
Milliarden-Versprechen mit Haken
Trump sprach von „Milliarden Dollar", die US-Ölkonzerne investieren würden. Doch Analysten dämpfen die Euphorie: Die venezolanische Öl-Infrastruktur ist nach jahrzehntelanger Misswirtschaft schwer beschädigt. Exxon Mobil und ConocoPhillips verloren bereits in der Vergangenheit massiv durch die Nationalisierung ihrer Assets.
Die Probleme vor Ort sind gewaltig. Sicherheitsbedenken, verfallene Anlagen und ungeklärte Rechtsfragen nach der völkerrechtswidrigen US-Intervention stehen einem schnellen Engagement entgegen. Investitionsexperten schätzen, dass es Jahre dauern würde, die venezolanische Ölproduktion wieder auf ein relevantes Niveau zu heben.
Ölpreis unter Druck?
Der Ölpreis bewegt sich aktuell stabil um die 60-Dollar-Marke. Sollte Venezuela mittelfristig tatsächlich deutlich mehr Öl exportieren können, würde das zusätzliche Angebot die Preise drücken. Mohamed El-Erian, ehemaliger PIMCO-Chef, prognostizierte eine mögliche Entkopplung: Sinkende Ölpreise bei gleichzeitig steigenden Gold-Notierungen aufgrund der geopolitischen Unsicherheit.
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Für Exxon Mobil bedeutet das ein Dilemma: Zwar könnte der Konzern langfristig Zugang zu enormen Reserven erhalten, doch niedrigere Ölpreise würden die Margen belasten. Die Aktie des Öl-Riesen steht damit zwischen Chancen und Risiken.
Politisches Minenfeld
Die rechtliche Situation bleibt unklar. Völkerrechtler bezeichnen den US-Einsatz als „Kidnapping" und Verstoß gegen die UN-Charta. Jedes Unternehmen, das jetzt in Venezuela investiert, bewegt sich auf dünnem Eis – sowohl juristisch als auch politisch.
US-Außenminister Marco Rubio machte deutlich: Washington setzt auf kurzfristige Stabilisierung, nicht auf schnelle demokratische Neuordnung. Für Exxon Mobil heißt das: Verhandlungen mit einer Übergangsregierung unter US-Kontrolle, deren Legitimität international umstritten ist.
Die kommenden Quartalsberichte von Exxon Mobil am Mittwoch dürften keine Venezuela-Effekte zeigen – dafür ist es zu früh. Doch Investoren werden genau hinhören, wie sich das Management zu den neuen Möglichkeiten positioniert. Ob aus Trumps Venezuela-Gamble ein Gewinn für Exxon Mobil wird, bleibt vorerst offen.
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