Evotec hat am heutigen Montag vielversprechende wissenschaftliche Daten zu einem neuen Wirkstoffkandidaten gegen neurodegenerative Erkrankungen vorgelegt. Das Unternehmen präsentierte Ergebnisse zu CVN14, einem Molekül, das eine entscheidende Hürde in der Medikamentenentwicklung überwinden könnte. Während der XETRA-Handel noch verhalten schloss, reagierten Anleger im nachbörslichen Handel positiv auf die Meldung. Können diese fundamentalen Neuigkeiten der angeschlagenen Aktie neuen Halt geben?

  • News: Vorstellung von CVN14 (hirngängiger CD38-Inhibitor)
  • Kursreaktion: XETRA -0,4 % (6,12 €) / L&S +1,77 % (6,25 €)
  • Analysten-Kontext: Berenberg startete kürzlich mit "Buy" (Ziel 10 €)
  • Finanzlage: Umsatzrückgang von über 11 % im dritten Quartal 2025

Durchbruch an der Blut-Hirn-Schranke

Im Zentrum der heutigen Veröffentlichung steht das Molekül CVN14. Evotec gelang der Nachweis, dass dieser Inhibitor spezifisch auf das Enzym CD38 abzielt und dabei die sogenannte Blut-Hirn-Schranke überwinden kann. Diese Eigenschaft gilt in der pharmazeutischen Forschung als "Heiliger Gral" für die Behandlung von Erkrankungen des Zentralnervensystems, da viele Wirkstoffe genau an dieser Barriere scheitern.

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Die vorgelegten Daten zeigen, dass CVN14 die Spiegel von Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid (NAD+) im Gehirn erhöhen kann. Ein Mangel an diesem Coenzym wird direkt mit neurodegenerativen Prozessen verknüpft. Zudem präsentierte das Hamburger Unternehmen eine hochauflösende Struktur des Bindungsmodus, was als solide Basis für weitere präklinische Studien dient.

Späte Reaktion der Anleger

Der Markt tat sich zunächst schwer, die wissenschaftliche Relevanz der Nachricht einzuordnen. Im XETRA-Hauptgeschäft gab die Aktie leicht um 0,4 Prozent auf 6,12 Euro nach. Erst im späten Handel auf der Plattform Lang & Schwarz drehte die Stimmung: Um 22:59 Uhr notierten die Papiere bei 6,25 Euro deutlich fester.

Diese Entwicklung trifft auf eine technisch spannende Ausgangslage. Das Analysehaus Berenberg hatte erst am 3. Februar eine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 10 Euro ausgesprochen. Aktuell notiert der Titel jedoch weiterhin deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 9,05 Euro aus dem Februar 2025.

Den Optimismus der Forscher bremst derzeit noch die harte finanzielle Realität. Die letzten Quartalszahlen (Q3 2025) offenbarten einen Umsatzrückgang von über 11 Prozent auf rund 164 Millionen Euro sowie einen Verlust je Aktie von 0,24 Euro. Der heutige Forschungserfolg ist daher ein wichtiges Signal für die langfristige Pipeline, ändert jedoch kurzfristig nichts an den operativen Herausforderungen des laufenden Geschäftsjahres.

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