Nach einer kurzen Verschnaufpause meldet sich das Hamburger Biotech-Unternehmen eindrucksvoll am Markt zurück. Auslöser ist eine optimistische Ersteinschätzung der Privatbank Berenberg, die Evotec strategisch ideal positioniert sieht. Anleger reagierten am Dienstag prompt und trieben den Kurs zweistellig nach oben, was das bisherige Jahresplus auf fast 20 Prozent ausbaute.

Hier sind die zentralen Treiber der aktuellen Bewegung:
* Neues Rating: Berenberg startet die Bewertung mit "Buy" und einem Kursziel von 10 Euro.
* Markttrend: Steigender Outsourcing-Bedarf der Pharmaindustrie spielt Evotec in die Karten.
* Kurssprung: Die Aktie legte im Xetra-Handel zeitweise über zehn Prozent zu.

Berenberg setzt auf Outsourcing-Trend

Die Analysten begründen ihren Optimismus mit der spezifischen Marktpositionierung des Unternehmens. Evotec agiert genau an der Schnittstelle zweier entscheidender Entwicklungen: dem wachsenden Bedarf an externer Forschung (Outsourcing) und dem Zwang zu mehr Kosteneffizienz in der Medikamentenentwicklung.

Analyst Christian Ehmann betont, dass die aktuelle Bewertung der Aktie viel Spielraum lasse. Selbst eine bloße Normalisierung der Nachfrage nach der jüngsten Branchenschwäche würde demnach Potenzial freisetzen. Mit dem ausgegebenen Kursziel von 10 Euro signalisiert die Bank deutliches Vertrauen in das Geschäftsmodell des Auftragsforschers.

Operative Lichtblicke stützen Optimismus

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Die positive Einschätzung trifft auf eine Gemengelage, in der Evotec auch operativ wieder Fortschritte meldet. Während die Neunmonatszahlen 2025 mit einem Umsatzrückgang von 7,1 Prozent auf 535,1 Millionen Euro noch die Spuren der schwachen Nachfrage im Segment "Discovery" zeigten, liefert die Sparte "Just – Evotec Biologics" Wachstumsimpulse über den Erwartungen.

Zudem untermauern jüngste Zahlungen die Validität der Technologie-Plattform:
* Bristol Myers Squibb: Insgesamt 30 Millionen US-Dollar flossen zuletzt durch Meilensteine in der Neurowissenschaft und Protein-Degradation.
* Sandoz-Deal: Der Verkauf des Standorts Toulouse und die Lizenzierung von Technologien könnten potenziell über 650 Millionen US-Dollar einbringen.

Blick auf die Pipeline entscheidend

Der Fokus verschiebt sich nun auf die konkrete Umsetzung in der Forschung. Das Management hat für 2028 ambitionierte Ziele ausgegeben, darunter ein jährliches Umsatzwachstum von 8 bis 12 Prozent und eine EBITDA-Marge von über 20 Prozent. Entscheidend für das Erreichen dieser Marken sind die kommenden sechs bis neun Monate: In diesem Zeitraum sollen bis zu vier Moleküle in die klinische Phase II eintreten, was als wesentlicher Katalysator für die weitere Kursentwicklung fungieren dürfte.

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