Ocugen baut seine Führungsspitze aus – und das nicht zufällig. Der Biotech-Konzern holt mit Rita Johnson-Greene eine Finanzchefin an Bord, während 2026 wichtige Zulassungsanträge vorbereitet werden. Was soll der Personalwechsel in dieser Phase absichern?

Führungswechsel mit Timing

Rita Johnson-Greene übernimmt den CFO-Posten mit Wirkung zum 9. Februar 2026, wie Ocugen per SEC-Meldung (Form 8-K) bekanntgab. Sie bringt nach Unternehmensangaben mehr als 20 Jahre Erfahrung im Healthcare-Bereich mit, darunter Stationen speziell im Umfeld von Zell- und Gentherapien.

Zuletzt war sie Chief Operating Officer bei der Alliance for Regenerative Medicine (ARM) und verantwortete dort unter anderem Operations, Finanzen und internationale Expansion. Davor hatte sie leitende Rollen bei Genetix Biotherapeutics (ehemals bluebird bio), wo sie die Markteinführungen der Gentherapien ZYNTEGLO und SKYSONA unterstützte. Auch bei Spark Therapeutics war sie in Führungspositionen während des Launchs von LUXTERNA tätig.

Der bisherige principal financial officer Ramesh Ramachandran bleibt im Unternehmen und fungiert weiterhin als Chief Accounting Officer.

Vertragspaket: Gehalt plus Aktienkomponente

Die SEC-Unterlagen enthalten auch Details zur Vergütung. Vereinbart sind:

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  • Grundgehalt: 440.000 US-Dollar pro Jahr
  • Zielbonus: bis zu 45% des Grundgehalts
  • Sign-on-Bonus: 90.000 US-Dollar (rückzahlbar bei Ausscheiden innerhalb eines Jahres)
  • Optionen: 750.000 Aktienoptionen
  • Restricted Stock Units (RSUs): 500.000 Einheiten, Vesting über drei Jahre

Kapital, Studiendaten, Zulassungspläne

Der CFO-Wechsel fällt in eine Phase mit mehreren wichtigen Unternehmensschritten:

Kapitalaufnahme: Am 23. Januar 2026 schloss Ocugen eine platzierte Aktienemission über 15 Mio. Aktien zu 1,50 US-Dollar ab. Der Bruttoerlös lag bei 22,5 Mio. US-Dollar.

Klinische Daten: Am 15. Januar 2026 meldete das Unternehmen positive vorläufige 12-Monats-Daten aus der Phase-2-Studie ArMaDa zu OCU410 (geografische Atrophie infolge trockener AMD). Genannt wurden unter anderem:
- 46% geringeres Läsionswachstum (mittlere + hohe Dosis vs. Kontrolle) nach 12 Monaten
- 54% Reduktion in der mittleren Dosis
- 50% Responder-Rate (Patienten mit >50% Läsionsgrößenreduktion vs. Kontrolle)
- Keine OCU410-bezogenen schwerwiegenden Nebenwirkungen über Phase 1 und 2 hinweg berichtet

Zulassungen 2026: In der Mitteilung zur CFO-Personalie verweist der CEO auf eine „transformative“ Phase, beginnend mit dem ersten von drei Biologics License Applications (BLAs), die für dieses Jahr geplant sind. Für OCU400 (Retinitis pigmentosa, Phase 3) sind BLA- und MAA-Einreichungen ebenfalls für 2026 anvisiert.

Kursbild: Kurzfristig schwächer

Am Markt zeigt sich zuletzt Gegenwind: Der Kurs liegt heute bei 1,13 Euro, in den vergangenen 30 Tagen ging es um 24,50% nach unten. Gleichzeitig unterstreicht der Abstand zum 52-Wochen-Tief (0,49 Euro) die weiterhin hohe Schwankungsanfälligkeit.

Mit dem CFO-Neuzugang stärkt Ocugen vor allem die finanzielle und operative Schlagkraft – passend zu einem Jahr, in dem geplante BLA-Einreichungen und weitere klinische Fortschritte den Takt vorgeben sollen.

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