Evotec Aktie: KI-Forschung liefert ab
Jahrelange Vorarbeit im Labor zahlt sich für Evotec nun in barer Münze aus. Durch den Start einer neuen klinischen Krebsstudie greift eine lukrative Vereinbarung mit dem US-Pharmariesen Bristol Myers Squibb. Der Hamburger Wirkstoffforscher sichert sich damit nicht nur einen zweistelligen Millionenbetrag, sondern liefert auch einen wichtigen Machbarkeitsnachweis für seine datengestützten Analyseplattformen.
Startschuss für die klinische Phase
Konkret fließen 10 Millionen US-Dollar auf die Konten von Evotec. Auslöser ist die sogenannte First-in-Human-Studie für den gemeinsam entwickelten Wirkstoffkandidaten BMS-986506. Dieser zielt auf die Behandlung von fortgeschrittenem Nierenkrebs ab und gehört zur innovativen Klasse der "Molecular Glue Degrader". Die zugrundeliegende Technologie soll den Abbau krankheitsrelevanter Proteine im Körper erzwingen, die mit klassischen therapeutischen Ansätzen bisher kaum erreichbar waren.
Für die Identifizierung des Wirkstoffs kombinierten die Partner die Evotec-Plattformen PanOmics und PanHunter mit der Substanzbibliothek der Amerikaner. Der nun erreichte Meilenstein validiert diesen KI-gestützten Forschungsansatz erstmals in der klinischen Praxis.
Strategische Bedeutung für beide Partner
Für die seit 2018 bestehende und später erweiterte Kooperation markiert dieser Schritt eine Premiere. Bristol Myers Squibb benötigt dringend neue Wirkstoffklassen in der Onkologie, um drohende Umsatzverluste durch auslaufende Patente bei wichtigen Blockbuster-Medikamenten wie Revlimid abzufedern.
Am Aktienmarkt sorgte der strategische Erfolg am Donnerstag allerdings kaum für Euphorie. Die Evotec-Papiere schlossen bei 4,27 Euro und notieren damit weiterhin in unmittelbarer Schlagdistanz zu ihrem erst vor wenigen Tagen markierten 52-Wochen-Tief von 4,14 Euro. Der fundamentale Fortschritt in der Pipeline konnte den übergeordneten Abwärtstrend der letzten Monate vorerst nicht durchbrechen.
Der weitere Verlauf der nun gestarteten Phase-1-Studie definiert die künftigen Zahlungsströme aus dieser Allianz. Gelingt es dem Kandidaten, die erhoffte Sicherheit und Verträglichkeit bei den Patienten nachzuweisen, qualifiziert sich Evotec in den kommenden Entwicklungsphasen für deutlich höhere Meilensteinzahlungen sowie spätere Umsatzbeteiligungen.
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