Mit dem neuen „Horizon“-Programm zieht das Management von Evotec weitreichende Konsequenzen aus dem herausfordernden Marktumfeld. Neben der Schließung weiterer Standorte präsentiert das Wirkstoffforschungsunternehmen einen detaillierten Fahrplan, der den Konzern bis 2030 in neue Umsatzdimensionen führen soll.

Schrumpfkur für künftiges Wachstum

Ein zentraler Hebel der neuen Strategie ist die deutliche Verkleinerung des globalen Fußabdrucks. In den kommenden zwei Jahren plant das Unternehmen, die Anzahl seiner Standorte auf zehn zu konsolidieren. Davon betroffen sind unter anderem Niederlassungen in München, Abingdon und Framingham. Im Gegenzug bündelt Evotec seine Kernkompetenzen in sogenannten Centers of Excellence, um die wissenschaftliche Tiefe zu stärken und die Effizienz zu steigern.

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Gleichzeitig stuft das Management das laufende Jahr 2026 bewusst als Übergangsjahr ein. Die Prognose geht von einem Konzernumsatz zwischen 700 und 780 Millionen Euro sowie einem bereinigten EBITDA von lediglich 0 bis 40 Millionen Euro aus. Erst in der zweiten Jahreshälfte rechnet das Unternehmen mit einer Stabilisierung des Marktes für präklinische Entwicklung.

Investitionen vor der Milliarden-Marke

Der operative Umbau erfordert zunächst finanzielle Zugeständnisse. Den anvisierten Einsparungen von rund 75 Millionen Euro bis Ende 2027 stehen Restrukturierungskosten von etwa 100 Millionen Euro gegenüber, die größtenteils in den Jahren 2026 und 2027 anfallen. Dass der Titel an der Börse mit einem aktuellen Kurs von 4,26 Euro seit Jahresbeginn bereits über 23 Prozent an Wert verloren hat, spiegelt die Skepsis der Anleger angesichts dieser anstehenden Durststrecke wider.

Langfristig peilt Evotec jedoch ambitionierte Ziele an. Bis 2028 soll die bereinigte EBITDA-Marge auf 20 Prozent klettern, während der Konzernumsatz bis 2030 die Marke von einer Milliarde Euro durchbrechen soll. Erreicht werden soll dies auch durch den verstärkten Einsatz differenzierter Plattformen und Künstlicher Intelligenz bei der Mustererkennung in großen Datensätzen.

Die endgültigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 sowie weitere Details zur mittelfristigen Ausrichtung präsentiert das Unternehmen am 8. April. An diesem Termin wird das Management detailliert darlegen müssen, wie die neuen Innovationszentren die wegfallenden Kapazitäten der geschlossenen Standorte im operativen Tagesgeschäft kompensieren werden.

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