SK Hynix hat diese Woche auf der NVIDIA GTC 2026 in San Jose seine Stellung als führender KI-Speicherlieferant eindrucksvoll unterstrichen — und steht gleichzeitig vor einer wachsenden juristischen Bedrohung, die das Unternehmen trotz aller Markterfolge beschäftigen dürfte.

Dominanz bei HBM4 — mit einem Vorbehalt

Auf der Messe präsentierte SK Hynix sein gesamtes KI-Speicherportfolio, darunter HBM4, HBM3E und SOCAMM2 für NVIDIA-Plattformen sowie eine gemeinsam entwickelte flüssigkeitsgekühlte eSSD. SK-Konzernchef Chey Tae-won und Hynix-CEO Kwak Noh-jung reisten persönlich an, um strategische Partnerschaften mit globalen Tech-Konzernen auszuloten.

Besonders aufschlussreich ist die Lieferaufteilung für NVIDIAs kommende Vera Rubin-Plattform: SK Hynix sicherte sich rund 70 Prozent der HBM4-Zuteilung, Samsung erhält die restlichen 30 Prozent. Allerdings hat SK Hynix den finalen Qualifizierungsprozess von NVIDIA noch nicht abgeschlossen — die letzten Muster zur Verifikation wurden zwar bereits geliefert, eine formale Freigabe steht jedoch noch aus.

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Die Marktstellung des Unternehmens ist dennoch bemerkenswert: Laut Counterpoint Research hält SK Hynix einen HBM-Marktanteil von 62 Prozent bei den Liefermengen (Stand Q2 2025). Der globale Halbleitermarkt soll 2026 um mehr als 25 Prozent auf rund 975 Milliarden US-Dollar wachsen, das Speichersegment sogar um 30 Prozent.

Patentklage trübt das Bild

Parallel zum Messeerfolg wächst der juristische Druck. Das US-amerikanische Non-Practicing Entity Monolithic 3D hat beim International Trade Commission eine Klage gegen SK Hynix eingereicht. Der Vorwurf: Mehrere HBM-Produktgenerationen — darunter HBM2E, HBM3 und HBM3E — sollen Patente zur 3D-Stapeltechnologie verletzen.

Das ist kein Einzelfall. Laut Daten des koreanischen Patentamts wurden 2024 rund 80 Prozent aller US-Patentklagen gegen koreanische Unternehmen von sogenannten Patent-Trolls eingereicht. Branchenbeobachter warnen, dass steigende Rechtskosten Ressourcen binden könnten, die eigentlich in Forschung und Entwicklung fließen sollten.

Die Aktie hat sich trotz dieses Gegenwinds in den vergangenen zwölf Monaten außergewöhnlich stark entwickelt und notiert aktuell rund 99 Prozent über ihrem 52-Wochen-Tief vom Oktober 2025. Die nächsten Quartalszahlen folgen am 29. April 2026 — dann wird sich zeigen, ob die operative Stärke auch in den Ergebnissen sichtbar bleibt.

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