Evotec Aktie: Ebola-Forschung trifft Bioproduktion
Just – Evotec Biologics, die Seattler Tochtergesellschaft des Hamburger Biotech-Unternehmens, hat einen weiteren US-Regierungsauftrag an Land gezogen. Das BioMaP-Consortium, ein von BARDA geführtes Industriekonsortium zur Stärkung der biopharmaceutischen Fertigungskapazitäten, hat die Tochter ausgewählt, die Herstellungsoptimierung eines monoklonalen Antikörper-Cocktails gegen Filoviren voranzutreiben — konkret gegen das Ebola-Virus und das derzeit noch unbehandelte Sudan-Virus.
Antikörper aus dem Ausbruch von 2014
Die wissenschaftliche Grundlage des Projekts geht auf Überlebende des Ebola-Ausbruchs von 2014 zurück, bei denen die Antikörper ursprünglich identifiziert wurden. Just – Evotec Biologics soll diese Entdeckungen nun mit eigenen Plattformtechnologien in skalierbare, kosteneffiziente Produktionsprozesse überführen — mit Blick auf therapeutische Entwicklung und möglichen Notfalleinsatz.
Das mehrjährige Programm hat einen Gesamtwert von bis zu 10 Millionen US-Dollar, sofern alle Optionsperioden aktiviert werden.
Biologics als profitabler Gegenpol
Der Auftrag kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Biologics-Sparte innerhalb des Evotec-Konzerns eine klare Sonderrolle einnimmt. Das JEB-Segment erzielte vorläufige Erlöse von rund 259 Millionen Euro — ein Plus von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr — bei einem bereinigten EBITDA-Beitrag von rund 53 Millionen Euro. Das steht in scharfem Kontrast zum Discovery-Segment, das bei vorläufigen Umsätzen von rund 529 Millionen Euro ein bereinigtes EBITDA von minus 12 Millionen Euro auswies.
Für das Gesamtjahr 2026 peilt Evotec Erlöse zwischen 700 und 780 Millionen Euro sowie ein bereinigtes EBITDA zwischen 0 und 40 Millionen Euro an. Die endgültigen Zahlen für 2025 folgen am 8. April 2026 — ein Termin, der angesichts des laufenden Transformationsprogramms „Horizon" mit Spannung erwartet wird. Erste operative Effekte aus diesem Programm sind für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant, der Abschluss für Ende 2027 vorgesehen.
Die Aktie notiert aktuell rund 50 Prozent unterhalb ihres 52-Wochen-Hochs von 8,32 Euro und damit nahe ihrem Jahrestief. Der Markt wartet offenkundig auf handfeste Belege dafür, dass die Biologics-Stärke den Konzern insgesamt stabilisieren kann — die Zahlen Anfang April werden dafür ein erster Gradmesser sein.
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