Ein klinischer Meilenstein, eine Zahlung von 10 Millionen USD — und trotzdem bleibt die Aktie kaum vom Fleck. Evotec hat in seiner seit 2018 laufenden Partnerschaft mit Bristol Myers Squibb einen neuen Fortschritt erzielt: Der Wirkstoffkandidat BMS-986506 ist in die klinische Phase-1-Studie eingetreten, was die vereinbarte Meilensteinzahlung auslöste.

Molecular Glue trifft auf KI-Plattform

BMS-986506 gehört zur Klasse der sogenannten Molecular Glue Degrader — Wirkstoffe, die Zielproteine gezielt abbauen. Im Fokus der aktuellen Studie steht das klarzellige Nierenzellkarzinom. Entwickelt wurde der Kandidat maßgeblich über Evotecs PanOmics- und PanHunter-Plattformen, die KI-gestützte Datenanalyse nutzen, um neue Zielstrukturen zu identifizieren. Für Evotec ist das ein Beleg, dass die technologiegetriebene Forschungsstrategie konkrete klinische Ergebnisse liefert.

Umbau läuft, Prognose gedämpft

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Der Meilenstein erreicht das Unternehmen mitten im Transformationsprogramm „Horizon". Bis Ende 2027 plant Evotec den Abbau von bis zu 800 Stellen und die Konzentration auf zehn weltweite Standorte — mit dem Ziel, jährlich rund 75 Millionen EUR einzusparen. Das Geschäftsjahr 2025 schloss mit einem Gruppenumsatz von rund 788 Millionen EUR am oberen Ende der Prognose ab, das bereinigte EBITDA lag bei etwa 41 Millionen EUR.

Für 2026 rechnet das Management jedoch mit einem Umsatzrückgang auf 700 bis 780 Millionen EUR und einem bereinigten EBITDA zwischen null und 40 Millionen EUR. Deutsche Bank Research stuft die Aktie mit „Hold" und einem Kursziel von 4,50 EUR ein — nur knapp über dem aktuellen Niveau. Die Aktie notiert rund 29 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt, was zeigt, wie stark der Kurs im vergangenen Jahr unter Druck geraten ist.

Am 7. April legt Evotec den vollständigen Geschäftsbericht für 2025 vor. Bis 2028 strebt das Management eine bereinigte EBITDA-Marge von über 20 Prozent an — ob der Umbau schnell genug greift, wird sich spätestens dann an den konkreten Zahlen ablesen lassen.

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