Das Biopharma-Unternehmen Newron vollzieht einen strategischen Kurswechsel. Nach einem profitablen Vorjahr rutschte die Gesellschaft 2025 zwar wieder in die roten Zahlen, stellt aber gleichzeitig die Weichen für die Zukunft. Das Management peilt nun ein Listing an einer großen US-Börse an, um die späte klinische Entwicklung seines wichtigsten Medikaments abzusichern.

Rückkehr in die Verlustzone

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 verzeichnete das Unternehmen einen Nettoverlust von 13,2 Millionen Euro. Diese Entwicklung folgt auf einen Gewinn von 15,8 Millionen Euro im Jahr 2024. Verantwortlich für den Umschwung sind deutlich gesunkene Lizenzeinnahmen, die von 51,4 Millionen auf 19,1 Millionen Euro zurückgingen. Gleichzeitig flossen 15,1 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung.

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Um die Liquidität langfristig zu sichern, stockte das Management im Februar 2026 die Reserven durch eine Kapitalerhöhung um bis zu 38 Millionen Euro auf. Zudem verlängerte die Europäische Investitionsbank (EIB) die Laufzeit bestehender Finanzierungsverträge bis Ende Juni 2028. Zum Jahreswechsel 2025 hatte die Liquidität bei 28,9 Millionen Euro gelegen.

Wall Street und klinische Fortschritte

Der operative Fokus liegt weiterhin auf dem Schizophrenie-Medikament Evenamide. Das entscheidende Phase-III-Programm namens ENIGMA-TRS läuft aktuell an mehreren Fronten:

  • ENIGMA-TRS 1: Mindestens 600 Patienten, Start im August 2025, erste Ergebnisse für das vierte Quartal 2026 erwartet.
  • ENIGMA-TRS 2: Mindestens 400 Patienten, US-Start im Dezember 2025.
  • Japan: Partner EA Pharma startete im Januar 2026 eine eigene Phase-III-Studie.

Zusätzlichen Rückenwind lieferte das Europäische Patentamt, das im Januar den Patentschutz für den Wirkstoff bis 2044 verlängerte. Um die Unternehmensstruktur an US-Regularien anzupassen und den Weg für ein Listing an der NYSE oder Nasdaq freizumachen, sollen die Aktionäre auf der Hauptversammlung am 23. April 2026 entsprechende Statutenänderungen absegnen. Diese Anpassungen beinhalten auch die Ermächtigung für weitere Kapitalmaßnahmen im Rahmen des geplanten Dual-Listings.

Anleger reagierten am Dienstag verhalten auf die strategische Neuausrichtung. Die Aktie gab um 7,01 Prozent auf 15,66 Euro nach und setzte damit den jüngsten Abwärtstrend der vergangenen Wochen fort. Als nächster wichtiger Termin steht nun die Hauptversammlung im April an. Spätestens Ende 2026 wird sich dann mit den klinischen Daten der ENIGMA-TRS 1-Studie entscheiden, welchen regulatorischen Weg Evenamide einschlagen kann. Finanziell ist der Betrieb laut Management durch die jüngsten Maßnahmen bis weit ins Jahr 2027 gesichert.

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