Evonik Aktie: Schwieriges Terrain!
Der Spezialchemiekonzern Evonik hat 2025 sein Gewinnziel erreicht – und dennoch reagierten Anleger enttäuscht. Grund dafür: eine gesenkte Umsatzprognose für 2026 und eine gekürzte Dividende. Der Kurs liegt heute bei 14,00 Euro und damit rund 37 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 22,26 Euro.
Zahlen erfüllt, aber Umsatz schrumpft
Das bereinigte EBITDA für 2025 erreichte mit 1,87 Milliarden Euro nahezu die angestrebten 1,9 Milliarden Euro. Der Nettogewinn stieg auf 265 Millionen Euro, nach 222 Millionen im Vorjahr. Doch der Umsatz sank um 7 Prozent auf 14,1 Milliarden Euro.
Besonders auffällig: Der Return on Capital Employed fiel auf 6,1 Prozent – weit entfernt vom mittelfristigen Ziel von 11 Prozent. Beide Segmente, Advanced Technologies und Custom Solutions, verzeichneten Umsatz- und Margenrückgänge.
Für 2026 korrigierte Evonik die Umsatzprognose auf 13,5 bis 14,5 Milliarden Euro, gegenüber bislang 14 bis 15 Milliarden Euro. Die EBITDA-Guidance von 1,7 bis 2,0 Milliarden Euro blieb unverändert.
Dividende sinkt, Rendite bleibt attraktiv
Statt der zuletzt gezahlten 1,17 Euro schlägt der Vorstand für 2025 eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie vor. Zugleich stellt Evonik die Ausschüttungspolitik grundlegend um: Künftig sollen zwischen 40 und 60 Prozent des bereinigten Konzernergebnisses ausgeschüttet werden – mehr Flexibilität, weniger Verlässlichkeit. Die Hauptversammlung stimmt am 3. Juni 2026 darüber ab.
Zum aktuellen Kurs ergibt sich damit eine Dividendenrendite von rund 7 Prozent. Das ist ein gewisser Puffer – aber kein Ersatz für eine überzeugende Wachstumsstory.
Sparpaket und offene Baustellen
Das Transformationsprogramm „Evonik Tailor Made" soll bis Ende 2026 rund 400 Millionen Euro jährlich einsparen. Der Großteil entfällt auf Personalabbau: Bis zu 2.000 Stellen werden gestrichen, davon rund 1.500 in Deutschland. Gleichzeitig erhöhte Evonik die Preise für das Futtermittel-Additiv MetAMINO® um 10 Prozent – ein Schritt zur Margenstabilisierung in einem Umfeld mit wenig Volumenwachstum.
Belastet wird das Bild durch die weiterhin unbesetzte Position des Finanzvorstands. Die Tarifverhandlungen in der Chemieindustrie, die am 24. und 25. März fortgesetzt werden, könnten zusätzlichen Kostendruck bringen. Mit dem Abschluss des Sparprogramms Ende 2026 und der nächsten Quartalsmitteilung am 8. Mai wird sich zeigen, ob Evonik den Weg zurück zu einer ROCE von 11 Prozent glaubwürdig einschlägt.
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