Der Softwarekonzern SAP glänzt zwar mit starken Geschäftszahlen für 2025, doch an der Börse dominiert derzeit die Skepsis. Um den schwächelnden Kurs zu stabilisieren, greift das Management nun zu einer historischen Maßnahme. Reicht ein Aktienrückkauf in Milliardenhöhe aus, um die Sorgen über das zukünftige Cloud-Wachstum und ein drohendes EU-Verfahren zu zerstreuen?

Historisches Signal an die Aktionäre

Mit einem Volumen von bis zu 10 Milliarden Euro bis Ende 2027 legt SAP das größte Aktienrückkaufprogramm seiner Unternehmensgeschichte auf. Flankiert wird diese Kapitalmaßnahme von einer geplanten Dividende in Höhe von 2,50 Euro je Anteilsschein für das abgelaufene Jahr. Finanziell kann sich der Konzern diesen Schritt problemlos leisten: 2025 kletterte der Free Cashflow um beeindruckende 95 Prozent auf 8,24 Milliarden Euro, während der wichtige Cloud-Umsatz um 23 Prozent zulegte.

Trotz dieser fundamentalen Stärke notiert das Papier mit aktuell 173,16 Euro rund 14 Prozent unter seinem Stand vom Jahresbeginn. Die groß angelegten Rückkäufe sollen nun einen Boden bilden und den direkten Ertrag für die Aktionäre steigern.

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Schwacher Auftragsbestand drückt die Stimmung

Verantwortlich für die Zurückhaltung der Marktteilnehmer ist der Blick in die Zukunft. Im vierten Quartal 2025 enttäuschte der Cloud-Auftragsbestand die hohen Erwartungen. Investoren befürchten, dass das renditestarke traditionelle Lizenzgeschäft schneller wegbricht, als die weiterentwickelte KI-Assistenz "Joule" frische Erlöse generieren kann. Eine eher konservative Umsatzprognose für 2026 von maximal 26,2 Milliarden Euro im Cloud-Segment untermauerte diese Wachstumsbedenken.

Zusätzlich lastet ein strukturelles Risiko auf dem Titel: Die EU-Kommission untersucht in einem förmlichen Verfahren, ob SAP den Wettbewerb bei Wartungs- und Supportdiensten verzerrt hat. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, droht im äußersten Fall eine Strafzahlung in Milliardenhöhe, wenngleich das Unternehmen selbst keine materiellen Auswirkungen auf die Finanzergebnisse erwartet.

Vorstände nutzen das Kursniveau

Das Top-Management wertet den jüngsten Kursrücksetzer offenbar als lukrative Einstiegschance. Unmittelbar nach der Vorlage der Jahreszahlen Ende Januar erwarben Vorstandsmitglieder, darunter Finanzchef Dominik Asam, eigene Aktienpakete im Millionenwert.

Charttechnisch ist das Papier nach dem deutlichen Rutsch unter die 200-Tage-Linie stark angeschlagen und notiert aktuell nur knapp vier Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 166,66 Euro. Ob die milliardenschweren Stützungskäufe des Unternehmens sowie das Vertrauen der Insider ausreichen, um eine Trendwende einzuleiten, entscheidet sich am 23. April 2026. An diesem Tag präsentiert SAP die Zahlen für das erste Quartal und muss zwingend eine Beschleunigung beim Cloud-Auftragsbestand nachweisen, um die Marktbedenken nachhaltig auszuräumen.

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