Evonik Aktie: Vorsichtige Prognosen!
Der Essener Spezialchemiekonzern befindet sich in einem schmerzhaften Umbauprozess. Während die Gewinnziele für das vergangene Jahr zwar formal erreicht wurden, bekommen Anleger die strukturellen Probleme nun direkt im Portemonnaie zu spüren. Umsatzrückgänge und eine gekürzte Dividende werfen die Frage auf, wie schnell die eingeleiteten Sparmaßnahmen greifen werden.
Ergebnisdruck und neue Ausschüttungspolitik
Das operative Geschäft spiegelt das weiterhin schwierige Marktumfeld wider. Belastet durch hohe Energiekosten und eine schwache Nachfrage sank der Umsatz im Jahresvergleich um 7 Prozent auf 14,1 Milliarden Euro. Zwar landete das bereinigte EBITDA mit 1,87 Milliarden Euro exakt im prognostizierten Zielkorridor, doch die Kapitalrendite (ROCE) von 6,1 Prozent bleibt weit hinter dem mittelfristigen Anspruch von 11 Prozent zurück.
Für Aktionäre hat diese Entwicklung unmittelbare Konsequenzen. Die Dividende wird für das Geschäftsjahr 2025 auf 1,00 Euro je Aktie gekürzt – ein spürbarer Rückgang gegenüber den vorangegangenen 1,17 Euro. Auch künftig gilt eine striktere Disziplin: Ab 2026 koppelt Evonik die Ausschüttung fest an den bereinigten Nettogewinn, wovon 40 bis 60 Prozent an die Anteilseigner fließen sollen.
Harter Sparkurs gegen die Krise
Um die Profitabilität wieder zu steigern, setzt das Management den Rotstift an. Das Transformationsprogramm „Evonik Tailor Made" soll bis 2026 jährliche Einsparungen von rund 400 Millionen Euro realisieren. Der Preis dafür ist hoch: Weltweit stehen bis zu 2.000 Stellen auf der Streichliste, der Großteil davon in Deutschland.
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An der Börse sorgt die Mischung aus Umbau und reduzierter Ausschüttung für Verunsicherung. Die Aktie steht weiter unter Druck und ging am Freitag mit einem Minus von 1,64 Prozent bei 13,82 Euro aus dem Handel. Auch auf Jahressicht ist der Abwärtstrend mit einem Verlust von knapp 37 Prozent deutlich sichtbar.
Vorsichtiger Ausblick
Der Blick nach vorne bleibt von Unsicherheiten geprägt. Für das laufende Jahr stellt der Konzern ein bereinigtes EBITDA zwischen 1,7 und 2,0 Milliarden Euro in Aussicht. Diese breite Spanne verdeutlicht, wie volatil die Marktbedingungen eingeschätzt werden. Ein kleiner positiver Sondereffekt könnte lediglich aus den USA kommen, wo nach einem Gerichtsurteil Rückerstattungen von Zöllen im zweistelligen Millionenbereich möglich sind.
Die nächste wichtige Wegmarke für Investoren ist der 8. Mai, wenn Evonik die Zahlen für das erste Quartal 2026 vorlegt. Bis dahin muss das Management beweisen, dass der harte Sparkurs erste Früchte trägt, bevor am 3. Juni auf der Hauptversammlung über die neue Dividendenpolitik abgestimmt wird.
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