Morgan Stanley schickt Evonik gegen den Markttrend nach oben. Während der DAX am Freitag rund 1,5 Prozent verlor, legte die Evonik-Aktie zeitweise mehr als fünf Prozent zu und markierte ein neues Jahreshoch bei 16,28 Euro.

Auslöser war eine Hochstufung durch Analyst Thomas Wrigglesworth, der das Kursziel auf 18,00 Euro anhob. Die Begründung: eine strukturelle Verknappung bei C4-Chemikalien sowie Kostenvorteile europäischer Produzenten gegenüber asiatischer Konkurrenz. Besonders das Methionin-Geschäft — die Aminosäure wird vor allem in der Tierernährung eingesetzt — hob Morgan Stanley positiv hervor. Neben Evonik zählt das Analysehaus auch BASF und Arkema zu seinen bevorzugten „Upstream"-Werten im Sektor.

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Gespaltenes Analystenecho

Nicht alle Banken teilen diesen Optimismus. Die UBS bestätigte am Vortag ihre neutrale Haltung mit einem Kursziel von 14,00 Euro — also deutlich unter dem aktuellen Kurs. Analyst Geoff Haire warnte vor steigenden Energie- und Rohstoffkosten, die zwar kurzfristig Preiserhöhungen ermöglichen, mittelfristig aber Kapazitätsanpassungen und eine nachlassende Nachfrage auslösen könnten.

Der breite Konsens von 14 Analysten liegt beim mittleren Kursziel von 15,50 Euro — womit die Aktie nach dem jüngsten Anstieg bereits darüber notiert. Die Spanne der Schätzungen reicht von 12,20 bis 20,40 Euro und spiegelt die Unsicherheit im Sektor wider.

Rasante Erholung vom Januartief

Der Kursanstieg der vergangenen Handelstage ist bemerkenswert: Vom Zwischentief bei 12,63 Euro im Januar hat sich die Aktie inzwischen um knapp 29 Prozent erholt. Allein in den vergangenen sieben Handelstagen legte der Titel rund 17 Prozent zu. Damit handelt das Papier wieder klar oberhalb seines 200-Tage-Durchschnitts von 14,87 Euro.

Das Umfeld bleibt dennoch herausfordernd. Ein EY-Branchenbericht zeigt, dass der Gesamtumsatz der DAX-Konzerne 2025 das dritte Jahr in Folge sank — mit einem Rückgang des Asien-Absatzes um neun Prozent. Ob Morgan Stanleys Kursziel von 18,00 Euro erreichbar ist, hängt auch davon ab, wie sich die Rohstoffkosten im Zuge des Iran-Konflikts entwickeln. Brent-Öl notiert bereits bei 107 Dollar je Barrel.

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