Der Rüstungselektronik-Konzern Hensoldt untermauert mit seinem jüngsten Geschäftsbericht die eigenen Wachstumsambitionen und erntet dafür Lob von US-Banken. Gleichzeitig offenbart ein Blick auf die Details einen Rückgang beim Nettogewinn. Diese gemischte Nachrichtenlage führt zu stark divergierenden Einschätzungen am Markt.

Solides operatives Geschäft trifft auf Gewinnrückgang

Gestern legte das Unternehmen die finalen Zahlen für das Jahr 2025 vor. Während das bereinigte EBITDA mit 452 Millionen Euro die Erwartungen übertraf, sank das Nettoergebnis von 106 Millionen auf 86 Millionen Euro. Der Umsatz stieg um 9,6 Prozent auf knapp 2,46 Milliarden Euro. Dem steht ein massives Orderbuch von 8,83 Milliarden Euro gegenüber. Um diese Aufträge effizienter abzuarbeiten, wandelt sich Hensoldt strategisch zum sogenannten „Neo-Systemhaus“. Ziel ist es, Sensordaten besser zu vernetzen und die Produktionskapazitäten deutlich auszubauen.

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Auf der Analystenseite sorgen diese Entwicklungen für Bewegung. Die Bank of America stufte die Papiere von „Neutral“ auf „Buy“ hoch, passte das Kursziel allerdings minimal von 90 auf 88,50 Euro an. Analyst Benjamin Heelan verwies auf die gestiegene Bedeutung der europäischen Luftverteidigung nach dem iranischen Raketenangriff auf den US-Stützpunkt Diego Garcia. Da Hensoldt bis zu 70 Prozent seiner Erlöse in diesem Segment erzielt, profitiere das Unternehmen laut der US-Bank überproportional. Auch Jefferies bestätigte kürzlich eine Kaufempfehlung.

Ganz anders bewertet mwb research die Lage. Die Experten bestätigten ihr „Verkaufen“-Rating mit einem Kursziel von 57,00 Euro. Sie attestieren dem Konzern zwar Planungssicherheit im laufenden Zyklus, äußern aber Zweifel an der Wachstumsdynamik nach dem Jahr 2030.

Zurückhaltung bei den Anlegern

Aktionäre reagieren am Freitag verhalten auf das Zahlenwerk. Der Kurs gibt um 2,86 Prozent auf 68,00 Euro nach. Passend zu dieser leichten Skepsis meldete der Vermögensverwalter BlackRock eine Reduzierung seines Stimmrechtsanteils auf knapp unter 5 Prozent. Für das laufende Jahr 2026 peilt das Management nun einen Umsatz von rund 2,75 Milliarden Euro und eine leicht verbesserte EBITDA-Marge an. Die Dividende soll um fünf Cent auf 0,55 Euro je Aktie steigen.

Der nächste konkrete Prüfstein für das angepasste Geschäftsmodell steht bereits fest. Am 6. Mai 2026 präsentiert Hensoldt die Ergebnisse für das erste Quartal. Anhand dieser Daten werden Investoren nachvollziehen können, inwieweit die laufenden Umbaumaßnahmen die Lücke zwischen dem hohen Auftragsbestand und dem tatsächlichen Umsatzwachstum verkleinern.

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