Das Management von Evonik sucht derzeit intensiv den Dialog mit institutionellen Investoren. Auf internationalen Roadshows in London, Mailand und Montreal wirbt der Spezialchemiekonzern für seine strategische Neuausrichtung. Im Zentrum der Präsentationen steht dabei ein für Anleger sensibler Punkt: die Umstellung auf eine flexiblere Ausschüttungspolitik.

Flexibilität statt starrer Ausschüttung

Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 hat der Vorstand bereits eine auf 1,00 Euro reduzierte Dividende vorgeschlagen. Ab 2026 greift nun eine neue Systematik, die die jährliche Zahlung direkt an das bereinigte Nettoergebnis koppelt. Mit einer Zielmarge von 40 bis 60 Prozent Ausschüttungsquote will sich das Unternehmen den nötigen finanziellen Spielraum verschaffen. Die einbehaltenen Mittel sollen primär in den Schuldenabbau sowie in den Ausbau margenstarker Spezialchemikalien, wie etwa kolloidale Kieselsäuren, fließen.

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Flankierend zu den Strategieplänen bekräftigte Evonik gegenüber den Analysten die operative Prognose. Im laufenden Geschäftsjahr 2026 soll das bereinigte EBITDA einen Wert zwischen 1,7 und 2,0 Milliarden Euro erreichen und damit an das Vorjahresniveau anknüpfen. Langfristig peilt der Konzern zudem eine Kapitalrendite (ROCE) von 11 Prozent an – ein ambitionierter Sprung ausgehend von den 6,1 Prozent aus dem Jahr 2025.

Charttechnik spiegelt Skepsis wider

Am Kapitalmarkt wird der Umbauprozess bislang mit Zurückhaltung bewertet. Mit einem Montagsschlusskurs von 14,35 Euro verzeichnet das Papier auf Zwölfmonatssicht ein Minus von rund 31 Prozent. Ein aktueller RSI-Wert (14 Tage) von 28,9 deutet zwar auf eine kurzfristig überverkaufte Situation hin, unterstreicht aber die anhaltende Schwächephase der Aktie im von konjunkturellen Unsicherheiten geprägten Branchenumfeld.

Die kommenden Wochen liefern konkrete Termine zur Überprüfung der operativen Fortschritte. Nach weiteren Investorengesprächen Ende März wird Evonik am 8. Mai die Ergebnisse des ersten Quartals vorlegen. Die formelle Abstimmung über die gekürzte Dividende durch die Aktionäre folgt auf der Hauptversammlung am 3. Juni 2026.

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