Während Evonik operativ neue Nachhaltigkeitsprojekte vorstellt, spricht der Aktienkurs eine andere Sprache. Der Spezialchemie-Konzern befindet sich in einer schwierigen Gemengelage aus skeptischen Analystenstimmen und wachsender Sorge vor schlechten Nachrichten aus dem Sektor. Kurz vor der Veröffentlichung vorläufiger Finanzdaten stellen sich Anleger die Frage: Hält die wichtige 13-Euro-Marke?

  • Kurs aktuell: 13,23 €
  • Performance 1 Jahr: -26,01 %
  • Abstand 52-Wochen-Tief: 4,83 %
  • RSI (14): 15,8 (stark überverkauft)

Experten sehen rot

Das Sentiment der großen Analysehäuser hat sich im Januar 2026 spürbar eingetrübt. Kaufempfehlungen fehlen gänzlich, stattdessen mahnen Experten zur Vorsicht. Besonders deutlich positioniert sich Berenberg: Das Haus senkte die Einstufung auf 'Sell' und sieht das Kursziel bei lediglich 11,60 Euro. Dies würde einen weiteren Rückgang vom aktuellen Niveau bedeuten.

Auch die Deutsche Bank Research bleibt zurückhaltend ('Hold', Kursziel 13 Euro) und prognostiziert für das vierte Quartal einen Rückgang des operativen Ergebnisses um fünf Prozent. UBS und JPMorgan schließen sich mit neutralen Voten an. Diese Einigkeit unter den Experten signalisiert, dass der Markt derzeit keine positiven Überraschungen einpreist.

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Sektor-Sorgen überlagern Innovation

Die Nervosität wird durch externe Faktoren verstärkt. Nachdem der Konkurrent Symrise kürzlich mit Abschreibungen in Höhe von rund 295 Millionen Euro schockierte, wächst die Angst vor ähnlichen Belastungen bei Evonik. In diesem angespannten Umfeld verpuffen operative Fortschritte fast wirkungslos.

So stellte der Konzern am 23. Januar mit TROGAMID® R ein neues, aus Produktionsabfällen recyceltes Polyamid vor. Doch während solche Innovationen die langfristige ESG-Strategie stützen, ignorieren Anleger diese Meldungen aktuell zugunsten harter Finanzkennzahlen. Der Fokus liegt eindeutig auf der Margensicherung in einem schwierigen Marktumfeld.

Charttechnische Warnsignale

Der Kursverlauf spiegelt die fundamentale Skepsis wider. Mit einem Schlusskurs von 13,23 Euro notiert die Aktie nur noch knapp über dem 52-Wochen-Tief von 12,62 Euro. Zwar deutet ein RSI-Wert von 15,8 auf eine technisch stark überverkaufte Situation hin, doch fehlt bislang jeglicher Kaufimpuls. Der langfristige Abwärtstrend, der dem Papier in zwölf Monaten über 26 Prozent an Wert kostete, bleibt intakt.

Entscheidend für die kurzfristige Richtung wird die angekündigte Vorabbekanntmachung der Finanzberichte sein, die um den 25./26. Januar erwartet wird. Bestätigen die Zahlen den befürchteten Ergebnisrückgang der Deutschen Bank, dürfte der Druck auf die Unterstützung bei 13 Euro massiv zunehmen. Fallen die Daten hingegen weniger dramatisch aus als befürchtet, bietet der extrem niedrige RSI Raum für eine technische Gegenbewegung.

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